Am Sonntag, 10. Mai lädt der Geschichts- und Altertumsverein alle Interessierten und Neugierigen ein zur Maiführung mit dem Thema „Dunkle Mittelstadt. Rottweil zwischen Römern und Staufern.“ Treffpunkt ist um 11 Uhr an der Kirche St. Pelagius in der Altstadt.
Rottweil – In fünf Büchern hat der ehemalige Stadtarchivar Dr. Winfried Hecht die Stadtgeschichte auf über 1000 Seiten niedergeschrieben. Nur 40 Seiten davon brauchte er für die ersten 1000 Jahre. Vom 3. bis ins 13. Jahrhundert liegt Rottweil historisch im Dunkeln, da es wenige schriftliche Quellen gibt. Für einen Blick auf die frühe Stadtentwicklung bleibt noch das ‚unterirdische Archiv‘ und was die ergrabenen archäologischen Funde aus historischem Boden rund um Pelagiuskirche und Pürschgerichtslinde dazu sagen können.
Um 260 nach Christus wurde die Stadt arae flaviae von den Römern aufgegeben und das Gebiet am oberen Neckar von Alemannen und Franken übernommen. Die Frage, wie es mit der Besiedlung zu Zeiten der Merowinger, Karolinger, Ottonen und Salier weiterging, bevor im Hochmittelalter die Zähringer und Staufer um die Macht in Stadt und Königshof rangen, ist nicht einfach zu beantworten, aber eine Spurensuche ist möglich. Sie beginnt am Muttertag um 11 Uhr an der Kirche St. Pelagius, führt von der Altstadt zur Mittelstadt, wird begleitet von Ausschussmitglied Jürgen Mehl und dauert etwa eine Stunde.
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