Rottweil. Nach einem Gasaustritt im Wohngebiet am Wasserturm läuft am Freitagabend weiterhin ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen. Die Lage ist inzwischen unter Kontrolle. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand. Die Imster Straße bleibt im Bereich der Plettenbergstraße weiträumig gesperrt.
Auslöser des Einsatzes waren Bauarbeiten am Fernwärmenetz. Dabei wurde nach Angaben des Rottweiler Feuerwehrsprechers Marius Daute mit einem Bagger eine Gasleitung abgerissen. Die Feuerwehr war um 19.17 Uhr unter dem Stichwort „H-Gas 2“ alarmiert worden.
Auch einige Zeit nach der Alarmierung strömte noch Gas aus der beschädigten Leitung. Messungen der Feuerwehr bestätigten den Austritt. Rund um die Schadensstelle richteten die Einsatzkräfte deshalb einen Absperrbereich ein.
Die unmittelbar angrenzenden Häuser wurden vorsorglich geräumt, soweit die Bewohner erreicht werden konnten. Weitergehende Räumungen waren zunächst nicht erforderlich. Die Imster Straße wurde weiträumig abgesperrt; die Sperrstellen werden von Polizei und Feuerwehr besetzt.
Mitarbeiter der ENRW rückten zur Einsatzstelle an. Ihre Aufgabe ist es, die Zuleitungen zu der beschädigten Gasleitung abzusperren. Sobald kein Gas mehr nachströmt, ist die unmittelbare Gefahr gebannt und die eigentliche Reparatur der Leitung kann beginnen.
Rund 40 Feuerwehrleute im Einsatz
Die Feuerwehr ist mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Daute werden insgesamt rund zehn Fahrzeuge und etwa 40 Einsatzkräfte erwartet.
Auch der Landkreis unterstützt den Einsatz. Vor Ort befindet sich unter anderem der Abrollbehälter Gefahrgut des Brand- und Katastrophenschutzes. Kreisbrandmeister Philipp Klunz erläuterte an der Einsatzstelle, dass nicht der komplette Gefahrstoffzug alarmiert worden sei. Die Unterscheidung betrifft insbesondere den Umfang der eingesetzten Kräfte.
Zu den nachrückenden Einheiten gehört auch der neue CBRN-Erkundungswagen der Feuerwehr Schramberg, der in Sulgen stationiert ist. Solche Fahrzeuge dienen unter anderem dazu, chemische, biologische, radiologische oder nukleare Gefahren aufzuspüren und Messungen vorzunehmen.
Auch ein Fachberater des Technischen Hilfswerks ist an die Einsatzstelle gekommen.
Das Rote Kreuz hält einen Rettungswagen und einen Notarzt bereit. Hinweise auf Verletzte gibt es weiterhin nicht.


Die Einsatzleitung liegt bei Rottweils Stadtbrandmeister Frank Müller. Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf kam ebenfalls zur Einsatzstelle und informierte sich bei der Einsatzleitung über die Lage. Die beteiligten Organisationen stimmten das weitere Vorgehen bei einer Einsatzbesprechung ab.
Bauunternehmer entschuldigt sich bei Anwohnern
Der verantwortliche Bauunternehmer äußerte sich gegenüber der NRWZ erleichtert darüber, dass nach bisherigem Stand niemand verletzt worden sei. Es sei ihm namens seines Unternehmens „gar nicht recht“, dass der Unfall ausgerechnet „zehn Minuten vor Feierabend“ passiert sei.
Er entschuldigte sich ausdrücklich bei den betroffenen Anwohnern. Seine Mitarbeiter seien stets bemüht, gute Arbeit zu leisten. Man wolle sich bei den Betroffenen auch noch persönlich entschuldigen.
Der Einsatz dauert am Abend weiter an. Die Lage gilt inzwischen jedoch als unter Kontrolle.



















