Rottweil / Stuttgart. Das Land Baden-Württemberg investiert auch im Jahr 2026 in den Ländlichen Raum. Wie das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg bekanntgab, werden landesweit Projekte im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) mit insgesamt 112,4 Millionen Euro unterstützt. Auf den Landkreis Rottweil entfallen dabei 5.040.430 Euro.
Mit dem ELR fördert das Land strukturell bedeutsame Vorhaben, insbesondere in den Bereichen Innenentwicklung und Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten sowie Gemeinschaftseinrichtungen. Ziel des Programms ist es, Ortskerne zu stärken, Wohnraum zu schaffen, Arbeitsplätze zu sichern und die Lebensqualität im Ländlichen Raum zu erhalten.
Der Rottweiler Landtagsabgeordnete Stefan Teufel ordnete die Förderentscheidung als wichtiges Signal für die Region ein:
Diese über fünf Millionen Euro Landeszuschuss sind eine gezielte Investition in gleichwertige Lebensverhältnisse. Sie stärken Ortskerne, sichern Arbeitsplätze, fördern bezahlbaren Wohnraum und halten unsere Gemeinden lebendig.“
Nach Angaben des Ministeriums werden landesweit mehr als 1.100 Projekte unterstützt. Im Fokus stehen dabei Maßnahmen zur Revitalisierung von Ortsmitten, die Umnutzung bestehender Gebäude, die Modernisierung von Wohnraum sowie Investitionen in die lokale Wirtschaft und Infrastruktur.
Breite Streuung der Fördermittel im Landkreis
Die Fördergelder verteilen sich auf zahlreiche Städte, Gemeinden und Ortsteile im Landkreis Rottweil sowie in der unmittelbaren Umgebung. Die Bandbreite reicht von kleineren Maßnahmen bis hin zu umfangreicheren Vorhaben.
Zu den größten Einzelzuwendungen zählen unter anderem:
- Dietingen: 430.020 Euro
- Bösingen: 411.265 Euro
- Schiltach: 327.930 Euro
- Schramberg-Sulgen: 315.010 Euro
- Herrenzimmern: 300.000 Euro
- Oberndorf am Neckar: 300.000 Euro
- Schramberg-Schönbronn: 300.000 Euro
Mehrere Kommunen erhalten gezielte Förderbeträge für Projekte in einzelnen Ortsteilen. Dazu gehören beispielsweise:
- Fluorn-Winzeln (Fluorn): 159.580 Euro
- Fluorn-Winzeln (Winzeln): 217.800 Euro
- Schramberg-Tennenbronn: 139.345 Euro
- Schramberg-Waldmössingen: 50.260 Euro
- Sulz-Renfrizhausen: 173.740 Euro
- Zimmern ob Rottweil-Horgen: 55.000 Euro
Auch kleinere Gemeinden und Teilorte profitieren von der Programmentscheidung:
- Dietingen-Böhringen: 55.000 Euro
- Dornhan-Bettenhausen: 55.000 Euro
- Dornhan-Leinstetten: 63.940 Euro
- Dunningen: 67.080 Euro
- Dunningen-Seedorf: 50.000 Euro
- Hardt: 95.400 Euro
- Schenkenzell: 85.000 Euro
Weitere Zuwendungen gehen an:
- Deißlingen: 213.750 Euro
- Gößlingen: 120.000 Euro
- Epfendorf: 172.350 Euro
- Trichtingen: 100.000 Euro
- Eschbronn-Mariazell: 160.000 Euro
- Sulz am Neckar: 40.320 Euro
- Villingendorf: 113.240 Euro
- Wellendingen: 139.400 Euro
- Oberndorf am Neckar (Altoberndorf): 55.000 Euro
- Oberndorf am Neckar (Beffendorf): 220.000 Euro
- Oberndorf am Neckar (Bochingen): 55.000 Euro
Die vollständige Übersicht der geförderten Orte und Zuschusshöhen ergibt sich aus der aktuellen Programmentscheidung des Landes .
Schwerpunkt auf Innenentwicklung und Wohnen
Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum gilt als eines der zentralen Förderinstrumente des Landes. Ein Schwerpunkt liegt traditionell auf der Innenentwicklung – also der Nutzung und Modernisierung bestehender Gebäude innerhalb der Ortskerne.
Gefördert werden typischerweise:
- Sanierungen und Modernisierungen von Wohngebäuden
- Umnutzungen leerstehender Gebäude
- Neubauten auf innerörtlichen Flächen
- Investitionen von Betrieben im Ortskern
- Maßnahmen zur Sicherung der Grundversorgung
Durch diese Ausrichtung soll unter anderem der Flächenverbrauch reduziert und die Attraktivität gewachsener Ortsstrukturen gestärkt werden.
Langfristige Wirkung für Kommunen und Vereine
Die Fördermittel wirken häufig über einzelne Bauprojekte hinaus. Neben privaten Vorhaben profitieren regelmäßig auch kommunale Einrichtungen, örtliche Betriebe sowie Dorfgemeinschaften. Maßnahmen an Gemeinschaftseinrichtungen, Treffpunkten oder lokalen Infrastrukturen zählen ebenfalls zum typischen Förderportfolio des ELR.
Mit der aktuellen Programmentscheidung setzt das Land seine Förderstrategie fort, gezielt in ländlich geprägte Regionen zu investieren. Für den Landkreis Rottweil bedeutet dies erneut eine Fördersumme im Millionenbereich – verteilt auf eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte und Standorte.


