Rottweil – Das Ergebnis war absehbar: Der UBV-Ausschuss des Rottweiler Gemeinderats lehnte mit Mehrheit den von der CDU-Fraktion beantragten Einbau von Sprühnebelsäulen am Friedrichsplatz ab.
Eine „strategische Fehlentscheidung“ sei es gewesen, das Wasserspiel auf dem Friedrichsplatz abzulehnen, betonte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf: Er hätte das Thema nicht im April, sondern erst im Juni auf die Tagesordnung setzen sollen. Dann nämlich wäre die damalige Abstimmung unter dem Eindruck der Hitze vielleicht anders ausgegangen. Die beschlossene Ablehnung des Wasserspiels habe er schon damals als Fehlentscheidung angesehen. Aber: So ein Sprühnebel, wie er jetzt beantragt sei, sei schlechter als ein Wasserspiel. Außerdem sei inzwischen ein halbes Jahr vergangen, und „wir wollen und müssen den Friedrichsplatz zum Abschluss bringen“, betonte der OB.
Außer der CDU, für die Fraktionsvorsitzende Monika Hugger „nach dem Hitzesommer“ noch einmal die Werbetrommel schlug, sprachen sich alle Fraktionen gegen den Antrag aus. Sie stellte auf die Besucherströme ab, die über den Friedrichsplatz geleitet werden. Da sorge der Nebel für Abkühlung. Und gleich jetzt bauen sei günstiger als nachrüsten.
Der Friedrichsplatz sei so gelegen, dass immer irgendwo Schatten sei, erinnerte Elke Reichenbach für die Fraktion SPD+FFR. Man könne allenfalls über mehr Bäume nachdenken, befand Hermann Breucha (FWV). Die Bäume würden für genügend Schatten sorgen, sagte Hubert Nowack (Grüne). Für die 70.000 Euro, die die Nebelsäulen kosten, könne man 15 Bäume pflanzen, erklärte Harald-Armin Sailer (FDP). Und außerdem: An Hitzetagen solle man Wasser sparen.
Bei der Abstimmung blieben die vier CDU-Rätinnen und Räte allein, die neun anderen Ausschussmitglieder sowie OB Ruf stimmten dagegen. Die endgültige Entscheidung aber trifft das Plenum des Gemeinderats am 11. November.