Nach Ausbruch des Waldbrands in Schramberg mussten die Stadtwerke eine 110-kV-Leitung außer Betrieb nehmen. Die Abschaltung blieb nach Angaben der Stadtwerke für die Kunden unbemerkt.
Grund dafür sei die sogenannte n-1-Sicherheit auf der 110-kV-Ebene, teilte Stadtwerke-Chef Peter Kälble mit. Der Ausfall einer Leitung könne durch geeignete Schaltmaßnahmen kompensiert werden. Wenn dies planmäßig erfolge, spürten die Kunden davon nichts.
Mitarbeiter der Netze BW, die im Auftrag der Stadtwerke für die technische Betriebsführung des Stromnetzes verantwortlich sind, begutachteten die Leitung mit einer Drohne. Die Prüfung erfolgte nach Absprache mit der Feuerwehr und dem Hubschrauberpiloten.
An den Leiterseilen, den Isolatoren und am Mast wurden laut Mitteilung keine Beschädigungen festgestellt. Die Leitung konnte deshalb am Dienstagmittag wieder in Betrieb genommen werden.
Kälble erklärte, der Vorfall sei glimpflich abgelaufen. Sein Dank gelte den Einsatzkräften, die an der Grenze ihrer Belastbarkeit gearbeitet hätten.
