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Hautkrebs im Kreis Rottweil nimmt weiter zu: AOK meldet steigende Fallzahlen

272 Menschen erhielten 2024 im Landkreis Rottweil erstmals die Diagnose Hautkrebs. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt seit Jahren an.

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Foto: aok, pm

Die Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen im Landkreis Rottweil steigt seit Jahren an. Nach Angaben der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg wurden 2024 insgesamt 272 Versicherte neu mit Hautkrebs diagnostiziert. Experten raten angesichts sommerlicher Temperaturen und zunehmender UV-Belastung zu konsequentem Sonnenschutz.

Mit den ersten heißen Sommertagen zieht es viele Menschen wieder ins Freibad, in Biergärten oder zu Veranstaltungen unter freiem Himmel. Gleichzeitig warnen Gesundheitsexperten vor den Risiken intensiver Sonneneinstrahlung. Denn die Zahl der Hautkrebserkrankungen im Landkreis Rottweil nimmt weiter zu.

Nach Angaben der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg erhielten im Jahr 2024 insgesamt 272 Versicherte im Landkreis erstmals die Diagnose Hautkrebs. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits seit Jahren zu beobachten ist. Die Häufigkeit von Hautkrebs-Erkrankungen ist laut AOK in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen.

Mediziner unterscheiden dabei zwischen dem sogenannten schwarzen Hautkrebs (Melanom) und dem weißen Hautkrebs, zu dem vor allem Basalzell- und Plattenepithelkarzinome zählen. Während das Melanom bereits in jüngeren Jahren auftreten kann, entwickelt sich weißer Hautkrebs häufig erst im höheren Lebensalter.

Als wichtigste Ursache gilt die Belastung durch ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung). Besonders problematisch sind wiederholte Sonnenbrände und intensive Sonneneinstrahlung in der Kindheit und Jugend. Fachleute sehen darin einen der bedeutendsten Risikofaktoren für die spätere Entstehung von Hautkrebs.

Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels. Mehr Sonnenstunden und längere Phasen mit hoher UV-Belastung führen dazu, dass Menschen häufiger und intensiver der Sonne ausgesetzt sind. Dadurch steigt langfristig auch das Risiko für Hautschäden.

Ärzte empfehlen deshalb, insbesondere in den Mittagsstunden direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden. Als wirksam gilt die Kombination aus mehreren Schutzmaßnahmen: lange oder dicht gewebte Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille mit UV-Schutz sowie ausreichend aufgetragene Sonnencreme. Wichtig ist zudem, den Sonnenschutz regelmäßig zu erneuern – insbesondere nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder dem Abtrocknen.

Zur Früherkennung können gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein kostenloses Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen. Experten betonen, dass eine frühzeitige Diagnose die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessern kann.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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