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Listerien-Rückruf bei Rewe: Weichkäse auch in Baden-Württemberg verkauft – die Shopping-News der Woche

Edeka nimmt Himbeeren mit Glasstücken zurück, Lidl, Aldi und Norma senken die Butterpreise – und in Stuttgart schließt der letzte tegut-Markt.

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Symbol-Bild: nrwz

Der Schweizer Hersteller Strähl Käse ruft Weichkäse zurück, der bei Rewe über die Frischetheke verkauft wurde – nach Angaben des Unternehmens auch in Baden-Württemberg. Grund ist der Verdacht auf Listerien, die vor allem für Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen gefährlich werden können. Parallel nimmt Edeka tiefgefrorene Himbeeren der Eigenmarke „Gut & Günstig“ zurück, weil Glasstücke in den Beuteln stecken können. Und bei der Butter läuft eine neue Preisrunde: Lidl, Aldi und Norma verlangen für 250 Gramm jetzt 1,15 Euro.

einkaufswagen an der supermarktkasse
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Rückrufe: Listerien im Käse, Glas in den Himbeeren

Der wichtigste Rückruf der Woche läuft über Rewe. Die Strähl Käse AG nimmt den Weichkäse „Bonaparte Classic“ zurück, der an der Frischetheke verkauft wurde. Betroffen ist Ware, die vom 8. bis einschließlich 28. Oktober über den Tresen ging, und zwar in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Nachgewiesen wurde der Verdacht auf eine Verunreinigung mit Listeria monocytogenes. Der Hersteller rät vom Verzehr dringend ab; die Ware kann in jedem Rewe-Markt zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird nach Herstellerangaben auch ohne Kassenbon erstattet. Für Fragen nennt Strähl die Telefonnummer +41 71 678 11 10 und die Adresse info@straehl.ch. Eine Listeriose zeigt sich laut Robert Koch-Institut meist innerhalb von 14 Tagen durch Durchfall und Fieber, in schweren Fällen durch Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung. Bei Schwangeren kann eine Infektion das ungeborene Kind auch dann schädigen, wenn die Mutter selbst keine Beschwerden hat. Die Einzelheiten haben die Ruhr Nachrichten zusammengetragen.

Der zweite Rückruf trifft Edeka und Marktkauf. Die Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG aus Jessen an der Elster ruft tiefgefrorene Himbeeren der Eigenmarke „Gut & Günstig“ im 500-Gramm-Beutel zurück: In einzelnen Packungen können Glasstücke stecken. Betroffen ist ausschließlich das Mindesthaltbarkeitsdatum 5. August 2028, andere Daten sind nach Herstellerangaben nicht betroffen. Verkauft wurde die Ware bundesweit mit Ausnahme von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg – Baden-Württemberg gehört also zum Vertriebsgebiet. Wer einen betroffenen Beutel im Gefrierfach hat, soll die Beeren nicht essen und auch nicht probieren, selbst wenn kein Glas zu sehen ist. Die Rückgabe ist in der Einkaufsstätte ohne Kassenbon möglich, Fragen beantwortet der Kundenservice von Jütro unter Kundenservice@juetro-tkk.de. Darüber berichtet unter anderem inFranken.

Ein dritter Käse-Rückruf gilt bundesweit, nennt aber keine Handelskette als Verkaufsstelle. Die Eberle Spezialitäten AG nimmt vier Sorten Mini Brie in der 150-Gramm-Packung zurück, ebenfalls wegen möglicher Listerien: Nuss mit den Chargen 145867 und 146629, Schnittlauch mit 145868 und 146630, Trüffel mit 145876 und 146641 sowie Chili mit der Charge 146628. Die Mindesthaltbarkeitsdaten lauten 13. und 20. November 2026. Vertrieben wurde der Käse in Deutschland über die Heiderbeck GmbH in Olching, erreichbar unter 08142 44567-0 oder qm@heiderbeck.com. Welche Märkte die Ware im Regal hatten, hat der Hersteller nicht mitgeteilt – wer die beschriebenen Packungen zu Hause hat, sollte sie unabhängig davon zurückgeben. Die Chargenübersicht findet sich bei den Ruhr Nachrichten.

Zwei weitere Rückrufe der Woche betreffen Spezialitäten außerhalb der acht großen Ketten: Die SSP Konsumgüter Trade & Consult GmbH nimmt „Himemaru Japanese Rice Cracker“ wegen erhöhter Gehalte an Glycidyl-Fettsäureestern zurück, zunächst mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 3. April 2027 und darüber hinaus alle weiteren gültigen Daten. Die Orient Gate GmbH ruft das Gewürz „Abido Sumak“ im 50-Gramm-Beutel mit dem Datum 10. März 2029 zurück, weil darin das Insektizid Chlorpyrifos und der in der EU nicht zugelassene Farbstoff E 122 nachgewiesen wurden. Beide Fälle sind beim Verbraucherportal produktwarnung.eu dokumentiert.

Was das für den Kreis Rottweil bedeutet

Beide großen Rückrufe lassen sich im Kreis Rottweil abwickeln. Rewe betreibt seit dem Frühjahr einen Markt an der Schramberger Straße in Rottweil; dort und in jeder anderen Filiale kann der Weichkäse zurückgegeben werden. Edeka-Märkte gibt es im Kreis an mehreren Standorten, die Himbeeren nehmen sie nach Herstellerangaben ohne Kassenbon zurück. Ob der Rottweiler Rewe-Markt die betroffene Charge an seiner Frischetheke hatte, teilen Hersteller und Kette nicht mit – der Rückruf gilt für das gesamte genannte Vertriebsgebiet.

Neue Nachrichten zu Märkten im Kreis selbst gab es in dieser Woche nicht. Der geplante Netto-Markt am Ortseingang von Dietingen bleibt im Bau, neue Mitteilungen der Gemeinde dazu liegen nicht vor. Vergangene Woche hatten wir über den ausgeweiteten Listerien-Rückruf von Forellenfilets bei Lidl berichtet, der ebenfalls Baden-Württemberg betraf.

signet v2

Aldi

Aldi Nord und Aldi Süd haben bei der Butter nachgezogen. Nachdem Lidl den Preis für das 250-Gramm-Stück gesenkt hatte, verlangen auch die beiden Aldi-Gesellschaften 1,15 Euro statt 1,19 Euro. Anfang September war der Preis noch in die andere Richtung gegangen: Damals hatte Aldi die Butter auf 1,19 Euro erhöht und das mit einem geringeren Fettgehalt der Rohmilch und teurerem Rahm begründet. Den Hintergrund der neuen Preisrunde ordnet t-online ein: Butter ist ein Eckartikel, an dem Kundinnen und Kunden das Preisniveau eines Marktes festmachen – wer hier nicht mitgeht, fällt im Vergleich auf.

Davon abgesehen meldete Aldi nach Unternehmensangaben einen Testerfolg: Das Hundefutter der Eigenmarke Romeo liegt in einer Untersuchung der Stiftung Warentest auf dem ersten Platz. Welche Produkte und Prüfkriterien dahinterstehen, hat der Discounter in seiner Mitteilung nicht aufgeschlüsselt.

Edeka

Für Edeka ist der Himbeer-Rückruf die Nachricht der Woche. Daneben verschiebt sich die Landkarte des Verbunds im Südwesten weiter. Edeka Südwest meldete die Eröffnung eines E-Centers in Sigmaringen, die Übernahme eines Marktes in Waldkirch-Kollnau durch eine selbständige Kaufmannsfamilie zum 30. Oktober, einen Betreiberwechsel beim E-Center Esslingen-Weil und einen neuen Schnellladestandort bei Edeka Hiller in Überlingen. Standorte im Kreis Rottweil oder in den angrenzenden Kreisen Tuttlingen und Schwarzwald-Baar waren in dieser Woche nicht darunter.

Im Hintergrund läuft die Aufteilung der tegut-Kette. Das Bundeskartellamt hat Edeka die Übernahme von 178 tegut-Märkten erlaubt, nachdem der Verbund ursprünglich 202 Standorte wollte; auf 24 Standorte muss Edeka vier Jahre lang verzichten. In Baden-Württemberg sind nach Darstellung des Staatsanzeigers elf Standorte freigegeben: fünf in Stuttgart, je zwei in Heidelberg und Schwäbisch Gmünd sowie Böblingen und Ellwangen. Für den Kreis Rottweil ändert sich dadurch nichts, tegut war hier nicht vertreten. Fünf ehemalige tegut-Standorte in Mainz, Wiesbaden, Bodenheim und Hünstetten eröffnen nach dem Umbau am 11. und 12. November als Edeka-Märkte.

Kaufland

Kaufland hat eine Preiskampagne gestartet. Unter dem Titel „Deutschlands beste Preise“ wirbt die Kette nach eigenen Angaben mit wöchentlich mehr als 300 Aktionspreisen und dauerhaft mehr als 7.000 Artikeln zum Discountpreis, dazu kommen Rabatte über das Programm Kaufland Card XTRA. Ausgewählt werden den Angaben zufolge jede Woche Markenartikel sowie Obst und Gemüse, die bundesweit zum niedrigsten Preis angeboten werden sollen. In den Fernsehspots befragt die Moderatorin Laura Wontorra Kundinnen und Kunden in einer Filiale nach ihrem persönlichen Wunschpreis. Eine Laufzeit nennt Kaufland nicht. Bereits seit dem 12. Oktober beginnt die Werbewoche montags statt wie früher später in der Woche – auch in der Rottweiler Filiale gelten die Wochenangebote damit vom Wochenstart an. Die Lebensmittel Zeitung liest daraus eine Verschiebung der Kaufland-Kommunikation vom Frischeversprechen zum Preisargument.

Lidl

Lidl hat die Butterpreise als erste der großen Ketten gesenkt und damit die Preisrunde ausgelöst. Betroffen sind nach Unternehmensangaben zahlreiche Artikel der Eigenmarke Milbona, die auf 1,15 Euro je 250 Gramm fallen – darunter die klassische Markenbutter, Süßrahmbutter, Mischstreichfette und ein veganer Brotaufstrich. Die Weidebutter kostet weiterhin 1,75 Euro. Als Begründung nennt Lidl deutlich gesunkene Notierungen für Milchfett, die die eigenen Einkaufskosten entlasten. Zudem verweist das Unternehmen auf fünf Auszeichnungen bei den V-Label-Awards 2026 für die vegane Eigenmarke Vemondo.

Offen bleibt der Fisch-Rückruf aus der Vorwoche: Der Hersteller Danforel hatte Forellenfilets der Marke Nautica wegen Listerien zurückgerufen und die Rücknahme am 23. Oktober auf drei weitere Verbrauchsdaten ausgeweitet. Eine erneute Erweiterung ist seither nicht dokumentiert.

Netto

Von Netto Marken-Discount gab es in dieser Woche keine Mitteilung von Gewicht. Die Kette ist aber Teil der tegut-Aufteilung: Nach Medienberichten übernimmt sie mehr als 50 der frei werdenden Standorte und wandelt sie zum Discounter um, unter anderem in Ellwangen. Die jüngste eigene Meldung liegt zwei Wochen zurück; damals hatte Netto angekündigt, als erster Discounter die Bio-Marke Alnatura in süddeutsche Filialen zu nehmen.

Norma

Norma hat die Butterpreise der Eigenmarke Landfein gesenkt, und zwar für die Deutsche Markenbutter, die Süßrahmbutter und die Streichbare jeweils im 250-Gramm-Stück. Der Preis fällt nach Unternehmensangaben von 1,19 auf 1,15 Euro und gilt ab sofort. Der fränkische Discounter hatte bereits Anfang und Mitte Oktober Preise gesenkt, damals bei Wurst und Schinken sowie bei Wraps und Salaten.

Penny

Von Penny liegt für diese Woche keine Mitteilung vor, die über die Wochenangebote hinausgeht. Zuletzt hatte der Discounter vor allem mit Marketingaktionen von sich reden gemacht, darunter von Influencerinnen und Influencern gestaltete Filialen und ein eigenes YouTube-Format.

Rewe

Für Rewe steht der Käse-Rückruf im Vordergrund, der am Anfang dieser Übersicht steht. Daneben treibt die Rewe Group ihren Zugriff auf tegut weiter voran. Mitte Oktober hatte das Bundeskartellamt die Übernahme von 38 Märkten freigegeben, zwei Standorte in Marburg-Ketzerbach und Schlüchtern blieben für vier Jahre ausgenommen. Inzwischen hat Rewe sieben weitere tegut-Standorte beim Kartellamt angemeldet; die Behörde prüft, die erste Frist läuft nach Darstellung des Supermarktblogs bis in die zweite Novemberhälfte. Märkte, für die sich kein Käufer findet, will die Konzernmutter Migros schließen; sie sollen voraussichtlich bis zum 19. Dezember geöffnet bleiben.

Wie schnell das geht, zeigt Stuttgart: Dort ist nach Angaben der Stuttgarter Nachrichten seit Samstag kein tegut-Markt mehr geöffnet. Edeka und Netto sind dort die Nachfolger.

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