Die beiden Alpakas Dolores und Gipsy mit den MitarbeiterInnen Melanie Burhanli, Martina Hibinger und Kai Marchfeld. Foto: Moni Marcel

Alpakas im Altenheim: Dolores und Gipsy erfreuen Bewohner und Mitarbeiter

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Sie heißen Dolores und Gipsy und stammen eigentlich aus einem Kleintierzoo, doch nun sind die beiden Alpaka-Damen ins Altenheim umgezogen. Und das, obwohl sie eigentlich noch recht jung sind – die Umgewöhnung fällt Jungtieren oft schwerer. Doch hier im St. Elisabeth scheint es ihnen gut zu gefallen. Und vor allem: Sie gefallen den Bewohnern und den Mitarbeitern.

Sozialdienstleiter Kai Marchfeld hat sie an diesem Vormittag schon geduscht, sehr zur Freude der Vierbeiner, deren Fell langsam trocknet, weshalb sie es nun den ganzen superheißen Tag etwas kühler haben werden. Aber auch sehr zur Freude der Bewohner des Altenzentrums, die vom Park aus oder auch aus ihren Fenstern zuschauen, wie die ursprünglich aus Südamerika stammenden Tiere sich im Wasserstrahl drehen und schließlich allen ihr Hinterteil zudrehen. „Das ist immer eine nette Show!“, sagt Marchfeld.

Tiere spielen hier im Rottweiler Wohngebiet Hinterprediger eine wichtige Rolle, wie Kai Marchfeld erzählt. Seit Jahren komme der Kleintierzoo zu Besuch und erfreue die Bewohner, und nun gab es die Möglichkeit, die beiden Alpakadamen zu erstehen. Also stellte man einen Antrag an die Bürgerstiftung Rottweil, die die Kosten für die Tiere, einen kleinen Stall und Futter sowie die Tierarztkosten für das erste Jahr bewilligte.

„Alpakas sind Fluchttiere, das ist hier wichtig“, betont Kai Marchfeld. Immerhin gibt es auch Bewohner, die Angst vor den Tieren haben. Da ist es gut, dass sie nicht einfach auf Leute zugehen. Aber neugierig sind sie schon und schauen gern mal in die Zimmerfenster im Erdgeschoss rein, was sogar bei Bewohnern mit Demenz eine positive Reaktion hervorrufen kann – so sind Dolores und Gipsy die idealen Heim-Tiere. Auch deshalb, weil sie so eine Attraktion sind, dass immer mehr Angehörige ihre Kinder mitbringen, wenn sie zu Besuch kommen.

Da Alpakas ursprünglich in den Anden heimisch sind, macht es ihnen auch nichts aus, das derzeit so trockene Gras der Wiesen um das Altenzentrum zu fressen. Allerdings machen sie sich gern auch über die Hecken her. Und über das Rosenbeet: Ausgerechnet die besondere Rose, die, wie das Heim, der heiligen Elisabeth gewidmet ist, haben die beiden ratzekahl abgefressen.

Das macht ihnen nichts aus – Brot und andere Dinge, die Zucker enthalten, aber schon. Deshalb haben die Mitarbeiter am Zaun Schilder aufgehängt, die darauf hinweisen, dass Gipsy und Dolores nicht gefüttert werden dürfen.

Übrigens sind die beiden nicht die einzigen Tiere im Altenzentrum: Besucher wie Mitarbeiter dürfen Hunde mitbringen. Und dank des früheren Kochs, einem Liebhaber von exotischen Vögeln, steht hier auch eine große und bunt belebte Voliere.

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