Am Donnerstag um 11 Uhr wird es laut: Die NRWZ bündelt, wo im Kreis Rottweil Sirenen heulen

Zum sechsten Bundesweiten Warntag testen 15 Städte und Gemeinden im Landkreis ihre Sirenen, Lautsprecherwagen und Infopunkte. Eine neue NRWZ-Dossierseite zeigt, welche Kommunen mitmachen, was die Töne bedeuten, warum das Handy stumm bleiben kann – und welche Fragen die Behörden noch nicht beantwortet haben.

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Die mobilen Sirenen befinden sich auf Einsatzfahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Rottweil. Unser Bild entstand beim bundesweiten Warntag im September 2024 am Rottweiler Hauptstraßenkreuz (Foto: Feuerwehr Rottweil / Mack).

Rottweil – Am Donnerstag, 10. September, löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe um 11 Uhr eine Probewarnung aus. Sie erreicht Radiosender, Warn-Apps und per Cell Broadcast fast jedes Handy im Land. Gleichzeitig lassen Kommunen ihre eigenen Warnmittel anlaufen. Im Landkreis Rottweil beteiligen sich nach Angaben des Landratsamts 15 der 21 Städte und Gemeinden. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Eine Gefahr besteht nicht.

Die NRWZ hat die Informationen von Landkreis, Städten, Bund und aus fünf Jahren eigener Berichterstattung auf einer Übersichtsseite zusammengeführt, die bis zum Warntag und darüber hinaus aktualisiert wird.

Wer mitmacht – und wer nicht genannt wird

Stationäre Sirenen werden unter anderem in Bösingen, Dunningen, Hardt, Oberndorf, Schenkenzell, Sulz, Wellendingen und Zimmern ob Rottweil ausgelöst. Mobile Geräte kommen in Dornhan, Dunningen, Oberndorf und Rottweil zum Einsatz, wo die Feuerwehr alle neun städtischen Sirenen gleichzeitig startet. In Eschbronn bringen THW und DRK die vier landkreiseigenen mobilen Sirenen in Stellung; für die Einsatzkräfte beginnt der Tag deshalb schon um 10.30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. Schramberg setzt auf Lautsprecherfahrzeuge und bestückt seine vier Notfall-Infopunkte mit Test-Plakaten.

Die Pressemitteilung des Kreises nennt allerdings nur zwölf Kommunen beim Namen. Welche drei weiteren beteiligt sind, ist offen – die Dossierseite listet, welche Orte fehlen, und weist auf weitere Lücken hin: die genauen Standorte der Kreis-Sirenen in Eschbronn, die Frage, ob Schulen und Kitas vorab informiert werden, und ein Widerspruch zur Entwarnung per Cell Broadcast, bei dem Stadt Rottweil und BBK unterschiedliche Angaben machen.

Was die Seite leistet

Die Übersicht ordnet den Vormittag in einem Zeitplan, stellt die beteiligten Kommunen mit ihren Warnmitteln in einer Tabelle gegenüber und erklärt die beiden Sirenensignale: den auf- und abschwellenden Heulton als Warnung und den einminütigen Dauerton als Entwarnung. Ein Abschnitt widmet sich der Frage, warum manches Handy um 11 Uhr stumm bleibt – vom Flugmodus über veraltete Betriebssysteme bis zum fehlenden Ortsabonnement in der Warn-App NINA. Wer nach dem Warntag seine Erfahrungen an das BBK zurückmelden will, findet den Link zur Umfrage, die bis 17. September läuft.

Ein Rückblick zeichnet nach, wie der Kreis nach dem missglückten ersten Warntag 2020 und der Flutkatastrophe 2021 zu seinen Sirenen kam: Rottweil startete 2022 mit drei mobilen Geräten, seit 2024 sind es neun. Die Artikelstrecke der Redaktion aktualisiert sich automatisch, sobald neue Berichte erscheinen.

Bundesweiter Warntag im Landkreis Rottweil: Kommunen, Zeiten, Signale, offene Fragen

Auf einen Blick

  • Wann: Donnerstag, 10. September 2026, Warnung 11 Uhr, Entwarnung 11.45 Uhr
  • Wo Sirenen heulen: unter anderem Bösingen, Dornhan, Dunningen, Eschbronn, Hardt, Oberndorf, Rottweil, Schenkenzell, Sulz, Wellendingen, Zimmern ob Rottweil
  • Weitere Angebote: Lautsprecherfahrzeuge und Infopunkte in Schramberg, Informationen für Geflüchtete in Zimmern
  • Signale: eine Minute Heulton (Warnung), eine Minute Dauerton (Entwarnung)
  • Was zu tun ist: nichts – außer aufs Handy schauen und ggf. Nachbarn oder Kinder vorab informieren
  • Rückmeldung: warntag-umfrage.de, bis 17. September
Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne.Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de
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