Die Premiere des Eschach-Wandermarathons ist vorbei: Von rund 238 Menschen, die am Samstag in Aichhalden gestartet sind, haben 232 die 50 Kilometer bis Rottweil geschafft. Größere Zwischenfälle gab es laut Landratsamt nicht. Ob es eine zweite Auflage gibt, ist offen – frühestens wäre sie 2028 möglich.
Landrat Christoph Keckeisen hatte die Wandernden am Samstagmorgen, 12. September, in Aichhalden verabschiedet. Die Strecke führte entlang der Eschach bis nach Rottweil, das Ziel lag am Schwarzen Tor. Die letzten Teilnehmenden kamen dort gegen 20 Uhr an.
Vor allem in der zweiten Streckenhälfte, ab Dunningen und Flözlingen, zog sich das Feld nach Angaben der Veranstalter deutlich auseinander. Das DRK betreute die Wandernden unterwegs. Mehrere Teilnehmende beschrieben diesen Abschnitt in ihren Rückmeldungen als „knackig“.
Schneller als gedacht
Organisatorisch hatten die Veranstalter vor allem mit einem nicht gerechnet: dem Tempo. Viele Wandernde erreichten die ersten Verpflegungsstationen früher als geplant. „Mit diesem Tempo hatten wir tatsächlich nicht gerechnet“, sagt Irmgard Schumacher, Tourismusmanagerin des Landkreises Rottweil. Die Helferinnen und Helfer an den Stationen hätten sich aber schnell darauf eingestellt.
Jonas Fuß, Geschäftsführer von Adventure-Blackforest, verweist auf den Zusammenhalt im Feld: „Natürlich sind 50 Kilometer eine echte Herausforderung.“ Wichtig sei ihm gewesen, wie die Teilnehmenden sich unterwegs gegenseitig motiviert und unterstützt hätten. „Genau dieses Gemeinschaftsgefühl haben wir uns für den Eschach-Wandermarathon gewünscht.“
Geburtstag, Schilder und 100 Kilometer
Entlang der Strecke gab es einige persönliche Geschichten. Ein Teilnehmer wurde an seinem 66. Geburtstag an den Stationen entsprechend begrüßt. Angehörige warteten mit Schildern wie „Opa, du Maschine“ oder „Papa, wir sind stolz auf dich“. In Heiligenbronn halfen Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung St. Franziskus an der Verpflegungsstation mit.
Zwei Teilnehmer waren schon am Freitag von Rottweil nach Aichhalden gelaufen – mit dem Marathon am Samstag kamen sie so auf rund 100 Kilometer. Teilnehmende des Schramberger Megatrails trugen Shirts mit der Aufschrift „Megatrail light – für 50 Kilometer drucken wir doch kein T-Shirt.“
Landkreis und Megatrail-Macher als Veranstalter
Organisiert wurde der Wandermarathon vom Landkreis Rottweil gemeinsam mit Adventure-Blackforest, dem Veranstalter des Schramberger Megatrails. Das Unternehmen brachte seine Erfahrung mit Langstreckenwanderungen ein, der Landkreis die Kontakte zu Kommunen und Partnern. Dazu kamen Vereine, Sponsoren und Ehrenamtliche an den Stationen.
Die Nachfrage war schon im Vorfeld groß: Die 250 Startplätze waren nach Angaben der Veranstalter innerhalb von drei Tagen vergeben, danach gab es eine Warteliste. NRWZ.de hatte vorab über den Wandermarathon berichtet.
In den Rückmeldungen der Teilnehmenden wurden laut Landratsamt vor allem Organisation, Verpflegung, DRK-Betreuung und der Zieleinlauf durch das Schwarze Tor genannt. Zu einzelnen Streckenabschnitten gab es unterschiedliche Einschätzungen, die das Organisationsteam nun auswerten will.
Neuauflage frühestens 2028
2027 steht zunächst wieder der Schramberger Megatrail an – rund 80 Kilometer, mit einer Etappe durch die Nacht. Eine zweite Auflage des Eschach-Wandermarathons wäre deshalb frühestens 2028 möglich. Entschieden ist das noch nicht. Nachgefragt werde aber bereits, so die Veranstalter.
Fotos: Florentine Rösch, Landratsamt Rottweil / Johannes Waldschütz
📰 Mehr aus Schramberg
NEU
Letzter offener Sonntag bei Erich Hauser in Rottweil – abends Kirchenführung in Schramberg
vor 7 Stunden
L 108 zwischen Schramberg und Lauterbach wieder frei
gestern
Schiltach: BMW-Fahrer streift E-Bike-Fahrer beim Überholen – und meldet sich nie wieder
vor 2 Tagen 🚨 Blaulicht aus Schramberg
Häufung von Kabeldiebstählen: Haben es Täter auf Ladesäulen im Kreis Rottweil abgesehen?
08. September 2026
Kupferdiebe in Schramberg-Sulgen: Kabel von neuen E-Ladesäulen abgeschnitten
02. September 2026
Audi und Beifahrerin zurückgelassen: Polizei sucht in Schramberg nach Unbekannten
31. August 2026









