Aichhalden/Rottweil. Rund 50 Kilometer an einem Tag, zu Fuß, entlang der Eschach: Am Samstag, 12. September, startet der erste Eschach-Wandermarathon. 250 Menschen gehen mit, die Plätze waren nach Angaben des Veranstalters innerhalb von drei Tagen vergeben. Veranstalterin ist die Tourismus-Förderung des Landkreises Rottweil. Ins Ziel geht es durch das Schwarze Tor in Rottweil.
Die Idee kommt aus Aichhalden
Den Anstoß gab die Gemeinde Aichhalden. Dort liegt das Quellgebiet der Eschach, und Bürgermeister Michael Lehrer suchte nach einer Möglichkeit, den bestehenden Eschach-Wanderweg bekannter zu machen. „Die Strecke hat mit 47 Kilometer Länge annähernd die Maße eines Marathons, daraus lässt sich doch was machen“, sagt Lehrer.
Gemeinsam mit dem Anbieter Adventure-Blackforest entstand daraus die Idee einer Tagesveranstaltung. Die Tourismus-Förderung des Landkreises übernahm die Umsetzung und tritt als Veranstalterin auf. Die Kommunen entlang der Strecke kümmern sich nach Angaben des Veranstalters unter anderem um Stationen und Wegepflege, dazu kommen Sponsoren und ehrenamtliche Helfer.
Kürzere Alternative zum Schramberger Megatrail
Für Jonas Fuß, Geschäftsführer von Adventure-Blackforest, schließt der Marathon eine Lücke. Sein Unternehmen organisiert alle zwei Jahre den Schramberger Megatrail über rund 80 Kilometer und viele Höhenmeter. Wiederholt sei der Wunsch nach einer kürzeren Variante geäußert worden: weniger Kilometer, weniger Höhenmeter, nicht über Nacht. „Ich kann das verstehen, der Schramberger Marathon ist extrem herausfordernd“, sagt Fuß. Mit dem Eschach-Wanderweg habe man eine bestehende, deutlich kürzere Strecke gefunden.
Die Teilnehmerzahl ist auf 250 begrenzt. Diese Plätze seien nach drei Tagen vergeben gewesen, die Warteliste sei lang, teilt die Tourismus-Förderung mit.
Eine Teilnehmerin aus Fluorn-Winzeln
Zu den Angemeldeten gehört Tanja Pfau aus Fluorn-Winzeln. Die 41-Jährige hat mit zwei Freundinnen bereits den Renchtäler Wandermarathon und den Megamarsch in Freiburg absolviert. „Zusammen in der Natur unterwegs sein, sich bewegen, miteinander reden, den Kopf frei bekommen, das ist für uns Me-Time“, sagt sie. Große Veranstaltungen mit Tausenden Teilnehmern seien nicht ihre Sache. Am Eschach-Wandermarathon reize sie die überschaubare Größe – und dass er vor der eigenen Haustür stattfindet.
Der Bürgermeister geht selbst mit
Michael Lehrer wird die Strecke am Samstag selbst gehen. Zur Vorbereitung habe er zwei längere Wanderungen absolviert, weitere Kilometer seien im Urlaub im Allgäu dazugekommen. Er verbindet mit der Veranstaltung die Erwartung, dass der Eschach-Wanderweg bekannter wird. Eine erste Wirkung habe er bereits beobachtet: Kaum sei der Streckenverlauf bekannt gewesen, hätten die ersten mit dem Training begonnen.
Zur Streckenlänge enthält die Mitteilung unterschiedliche Angaben: Genannt werden 50 Kilometer für den Wandermarathon und 47 Kilometer für den Eschach-Wanderweg.
