Kreis Rottweil hat noch Ausbildungsplätze

IG BAU Südbaden: Junge Menschen sollen Mut zum „Ausbildungs-Kick“ haben

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Aus Steinen werden Wohnungen: Maurer sind die Profis, die die Wohnungen im Kreis Rottweil bauen. Aber der Bau braucht Nachwuchs: Freie Ausbildungsplätze gibt es. Foto: Florian Göricke

Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufsausbildung sucht, hat gute Chancen. Insgesamt bieten die Betriebe im Landkreis Rottweil noch 359 Ausbildungsplätze. Darunter allein 12 im Baugewerbe. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die IG BAU Südbaden beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur.

Kreis Rottweil – Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Petra Harich. Die Vorsitzende der IG BAU Südbaden rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.

Immerhin haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Baden-Württemberg rund 333.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Und 60 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Landkreis Rottweil haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen rät die IG BAU Südbaden, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Petra Harich.

Die IG BAU Südbaden rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen. Eine gute Adresse, um sich zu orientieren, sei dabei die Jugendberufsagentur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außerdem seien auch bei der Arbeitsagentur gute Tipps zu bekommen – vor Ort oder digital: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direkte Beratungsgespräch lohne sich immer, so die Gewerkschaft.

„Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Harich. Wer einen Ausbildungsplatz suche, für den zähle vor allem der Beruf. Aber auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die der Betrieb nach der Ausbildung biete, seien wichtig.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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