Derzeit lässt die Stadt Schramberg einen Abwasserkanal von der Tennenbronner Kläranlage bis zum Stadteingang an der Berneckstraße verlegen. Deshalb ist die Landesstraße 175 bekanntlich bis Jahresende gesperrt. Im Zuge der Kanalarbeiten möchte die Stadt auch die „schlechtesten Stellen“ im Straßenbelag erneuern, wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr am Donnerstag im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) verkündete.
Schramberg. Ursprünglich wollte das Land weder einen Radweg im Bernecktal noch die Sanierung der gesamten Fahrbahn im Zuge der Kanalisationsarbeiten angehen. Die Idee, einen Radweg durchs Bernecktal zu bauen, hatte das Land abgelehnt, weil die Strecke nicht zum Radwegenetz BW zähle. Lediglich den Asphalt im Bereich des Kanalgrabens wollte das Land erneuern, wie der Abteilungsleiter Tiefbau, Konrad Ginter, in der Vorlage ausführt.

Doch Geld vom Land
Ende Januar habe das Regierungspräsidium Freiburg dann der Stadt mitgeteilt, es seien mehr Mittel im Straßenunterhaltungsprogramm vorhanden. Daher könne das Land etwa 1,9 Millionen Euro für eine Teilsanierung der Straße bereitstellen. Bedingung sei allerdings, dass die Stadt als Maßnahmenträger die Bauarbeiten vollständig betreut. Dafür gibt es einen Zuschlag von zehn Prozent, also 190.000 Euro.
„Wir freuen uns sehr darüber“, so Oberbürgermeisterin Eisenlohr. Das werde auch dem Haushalt guttun. Bei der Finanzierung geht sie davon aus, dass die Stadt jeweils nur kurzfristig Kredite aufnehmen müsse, weil die Stadt die Mittel jeweils zeitnah beim RP abrufen werde.
Gehwegerneuerung angeregt
Stadträtin Susanne Andreae (SPD-Buntspecht) regte an, im Zuge der Straßenerneuerung doch zumindest auch die schadhaften und teilweise sehr schmalen Stellen des Gehwegs entlang der Landesstraße zu sanieren. Das würde dort das Radfahren ermöglichen. Konrad Ginter musste abwinken: Die schlechten Gehwegsbereiche befänden sich im Bereich von Stützmauern, die das RP erst innerhalb der nächsten zehn Jahre sanieren wolle. „Erst dann kann auch der Gehweg gerichtet werden.“

Bei einer Enthaltung von Jürgen Reuter (Aktive Bürger) hat der Ausschuss dem Gemeinderat empfohlen, den Vorschlag anzunehmen, dass die Stadt die Maßnahmenträgerschaft übernimmt.
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