„Nacht des offenen Denkmals“ in der alten Reichsstadt

Rottweil ist Schauplatz am Vorabend der landesweiten Veranstaltung "Tag des offenen Denkmals"

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Sie stellten die "Nacht des offenen Denkmals" vor: Prof. Wolf, Ministerin Schopper und OB Ruf. Fotos: wede

Der „Tag des offenen Denkmals“ findet in ganz Deutschland am Sonntag, 13. September, statt. Die Eröffnungsveranstaltung für Baden-Württemberg ist diesmal in Rottweil. Und zwar bereits einen Tag früher: Am Samstag, 12. September, ist die „Nacht des offenen Denkmals“.

Rottweil – Da kamen am Montag Ministerin Theresa Schopper und der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, Professor Dr. Claus Wolf, persönlich in die alte Reichsstadt, um das Programm vorzustellen.

Den „Tag des offenen Denkmals“ gibt es nun schon seit 42 Jahren, berichtete Wolf: Der damalige französische Kulturminister Jack Lang hatte ihn zunächst in seinem Land eingeführt. Seit 1993 gibt es ihn jedes Jahr am zweiten September-Wochenende, veranstaltet von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Inzwischen nehmen 2700 Kommunen teil, in denen 7500 Denkmäler gezeigt werden, berichtete Wolf. Die Eröffnung in Baden-Württemberg ist jeweils in einer anderen Stadt. War das zunächst eine Veranstaltung mit Reden (die laut Wolf jeweils wenig Anklang gefunden habe), ist nun zur Eröffnung die „Nacht des offenen Denkmals“ am Vorabend. Und heuer ist Rottweil dran.

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Gute Stimmung bei der Pressekonferenz.

Das Motto lautet in diesem Jahr „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Ministerin Theresa Schopper sagte: „Denkmale erzählen Geschichten, bewahren Erinnerungen und stiften Identität. Rottweil zeigt, wie lebendig Denkmalpflege sein kann. Wenn sie offen, einladend und mitten im Leben gestaltet wird, zeigt sich unsere Geschichte von ihrer besten Seite. Und das kann man hier in Rottweil beispielhaft sehen: Mit der „Neckarline“ schlägt die älteste Stadt des Landes im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke zwischen moderner Infrastruktur und historischer Altstadt. Das schafft eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft.“

36 Denkmäler zu besichtigen

Ein bisschen offizieller Teil muss auch sein. So ist am Samstag ab 17 Uhr die Eröffnungsfeier. Als Ort des Geschehens dient ein besonderes Denkmal: Der Sonnensaal des „Kapuziners“. OB Dr. Christian Ruf, Denkmal-Präsident Prof. Wolf und Ministerin Schopper halten Ansprachen, aufgelockert durch Magnus Mehl und sein Ensemble mit Jazz.

Nach dem Festakt können 18 bis 24 Uhr ausgewählte Denkmale der ältesten Stadt Baden-Württembergs kostenfrei besichtigt werden (Ausnahme: Die Neckarline). Das von der Stadt Rottweil und dem Landesamt für Denkmalpflege entwickelte Programm umfasst rund 90 Angebote. Unter den mehr als 30 geöffneten Denkmalen finden sich Führungen, Inszenierungen in Gewandungen und Verkostungen. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf Orte freuen, die ihnen im Alltag sonst verschlossen bleiben. zum Beispiel der Munitionsraum der Hochbrücke oder das Dach der Kapellenkirche. „Über 90 Aktionen“ verspricht das Landesamt in einem seiner Prospekte.

OB Ruf zeigt sein Dienstzimmer

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Das Büro von OB Ruf im alten Rathaus ist zu besichtigen.

Im Alten Rathaus nimmt Oberbürgermeister Ruf Interessierte höchstpersönlich in Empfang und lädt in sein Büro ein. Daneben werden zahlreiche Stadt- und Bürgerhäuser, das Kino Central, das Soolbad und etliche weitere Denkmale geöffnet, um ihre Geschichten zu erzählen. Prof. Wolf sagte: „Mit der Nacht des offenen Denkmals feiern wir die reiche Denkmallandschaft Baden-Württembergs und eröffnen den landesweiten Denkmaltag. Ich freue mich, dass die Stadt Rottweil uns für diese Feierlichkeit einen besonders passenden Rahmen bietet, denn wir befinden uns in der ältesten Stadt unseres Landes. Geschichte wird hier an beeindruckend vielen Denkmalen greifbar. Sowohl archäologische Funde römischer Straßen als auch das Stadtbild der durch das kaiserliche Hofgericht überregional bedeutenden freien Reichsstadt Rottweil illustrieren das diesjährige Motto NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.

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OB Ruf zwigt den Gästen die Pürschgerichtskarte in seinem Dienstzimmer.

Insgesamt sind es 36 Denkmäler, die ab 18 Uhr zu sehen sind, etliche davon bis 24 Uhr. In vielen werden Führungen angeboten – wo und welche, das lässt sich dem eigens herausgegebenen Heft des Landesamts entnehmen (Download im Internet unter https://www.denkmalpflege-bw.de/denkmale/tag-des-offenen-denkmals/nacht-des-offenen-denkmals-1).

Am Tag des offenen Denkmals am 13. September sind deutschlandweit tausende Denkmale geöffnet, hunderte Führungen und Touren, Konzerte, Vorträge und vieles mehr werden angeboten – alles kostenfrei. Unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm kann abgerufen werden, welche Angebote es genau gibt. (wede/pm)

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Prof. Wolf, Ministerin Schopper (mit dem kleinen Rottweiler) und OB Ruf mit dem großen.
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