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Alkohol in der Schwangerschaft: CDU-Kreisvorstand Rottweil befasst sich mit FASD

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Monika Schneider (links), die Moderatorin des Gesprächs mit Susanne Sommer (Mitte), und Stefan Teufel bedanken sich bei der Gastreferentin für ihre landesweite Arbeit zur Bekämpfung von FASD und für ihren Vortrag samt Diskussion im CDU-Kreisvorstand. Foto: Robert King

Der CDU-Kreisvorstand Rottweil hat sich bei seiner Sitzung am Donnerstagabend im Gasthaus „Ratsstube“ in Dunningen mit den Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft beschäftigt. Eingeladen war dazu Susanne Sommer von der FASD Hilfe gGmbH. Das Land Baden-Württemberg hat nach Angaben des Kreisverbands 250.000 Euro für den Ausbau von Präventionsangeboten bereitgestellt. Zweites Thema des Abends: ein Aktionstag zum Rettungsschwimmen am 26. September im Rottweiler aquasol.

Die Fetale Alkoholspektrumstörung, kurz FASD, entsteht, wenn ein Kind im Mutterleib Alkohol ausgesetzt ist. Die Schädigungen sind nicht heilbar und betreffen vor allem das Gehirn. Nach Angaben von Susanne Sommer von der FASD Hilfe gGmbH kommen in Deutschland jedes Jahr rund 10.000 Kinder mit FASD zur Welt.

„Es geht nicht um Schuldzuweisung“, sagte Sommer vor dem Kreisvorstand. „Es geht um Hilfe und um das Wissen, dass auch kleine Mengen oder ein gelegentlicher Alkoholkonsum das Ungeborene schädigen kann.“ Sie schilderte den Fall ihres eigenen Pflegekinds: 20 Jahre alt, im Entwicklungsstand auf der Stufe einer Zwölfjährigen.

Das Präventionsprojekt arbeitet mit der Formel „9 Monate. 0 Alkohol. 100 % Schutz“.

Landesmittel für Prävention

Anstoß für das Thema war nach Darstellung des Kreisverbands ein Hinweis von Annette Hauer bei einer Veranstaltung in Schenkenzell. Hauer ist ausgebildete FASD-Fachkraft und führt das Unternehmen „FASD Informationen und Hilfe“.

Kreisvorsitzender Stefan Teufel, zugleich Landtagsabgeordneter, brachte das Anliegen demnach in die CDU-Landtagsfraktion ein. Das Land stellte anschließend 250.000 Euro bereit, um Präventionsangebote auszubauen und über die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft aufzuklären. Die Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien sollen damit fortgeführt und erweitert werden.

„Der Austausch mit Frau Sommer hat gezeigt, wie wichtig die Arbeit der Fachstellen und eine gute Vernetzung der unterschiedlichen Akteure sind“, sagte Teufel.

Kreisvorstand diskutiert politische Stimmung

Ein weiterer Teil der Sitzung galt der politischen Lage. Nach Angaben des Kreisverbands ging es um die Stimmung im Zusammenhang mit den Landtagswahlen und um die Frage, wie Vertrauen in politische Arbeit zurückgewonnen werden kann. Teufel nannte für den ländlichen Raum verlässliche Rahmenbedingungen, funktionierende Infrastruktur, medizinische Versorgung, sichere Arbeitsplätze und einen leistungsfähigen Sozialstaat als zentrale Punkte. Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz müsse diese Aufgaben lösen. „Die Rückmeldungen aus dem Kreisverband sind bei uns angekommen. Wir müssen zuhören, Probleme ernst nehmen und daraus konkrete politische Arbeit ableiten“, so Teufel.

Rettungsschwimmen im aquasol

Mitgliederreferentin Simone Hezel stellte das Rettungsschwimmprojekt des Kreisverbands vor. Der Aktionstag findet am Samstag, 26. September, von 12 bis 18 Uhr im aquasol Sole- und Freizeitbad in Rottweil statt. Geboten wird ein offener Mitmach-Parcours rund um das Rettungsschwimmen: Besucher können Rettungsgeräte ausprobieren, Kleiderschwimmen und Tauchen mit Orientierung erleben, einfache Rettungstechniken und Selbstrettung trainieren und lernen, Notfälle zu erkennen und richtig zu handeln.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Einstieg in den Parcours ist jederzeit möglich. Es fallen lediglich die regulären Eintrittspreise des aquasol an. Das Motto: „Wasser erleben. Sicher lernen.“

Zur Begründung verweist der Kreisverband auf Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Danach kann jedes fünfte Grundschulkind in Deutschland nicht schwimmen; 2017 war es noch jedes zehnte. Rund 58 Prozent der Kinder gelten am Ende der Grundschulzeit nicht als sichere Schwimmer. 2025 ertranken laut DLRG bundesweit 393 Menschen, davon 43 in Baden-Württemberg.

„Schwimmen zu können bedeutet nicht nur Freizeit und Sport, sondern kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden“, sagte Teufel.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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