Schramberg – Der Schramberger Kunstverein Podium Kunst zeigt vom 8. November bis 3. Januar 2027 im Schloss die Ausstellung „Junge Positionen der Kunst“ mit Arbeiten von neun Studentinnen und Studenten sowie Graduierten der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Die Vernissage beginnt am Sonntag, 8. November, um 14.30 Uhr und damit eine halbe Stunde früher als ursprünglich angekündigt. Am Samstag, 7. November, um 17 Uhr lädt der Verein kunstinteressierte Schülerinnen und Schüler zu einer Preview ein, bei der die neun Künstler anwesend sind.

Die Ausstellung findet in den Ausstellungsräumen von Podium Kunst im Schloss, Bahnhofstraße 1 in Schramberg, statt und ist bis zum 3. Januar 2027 zu sehen. Zur Vernissage begrüßt Lars Bornschein die Gäste für Podium Kunst. Die Einführung übernimmt der Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädeke aus Flensburg. Der Aufbau der Ausstellung beginnt am Dienstag, 3. November, ab 11 Uhr.
Warum die Eröffnung vorverlegt wurde, erklärt der Verein so: Am selben Tag findet im Bärensaal das Konzert „Musik verbindet Schramberg“ statt. Wegen dieser Terminüberschneidung beginnt die Vernissage statt um 15 Uhr schon um 14.30 Uhr. Besucherinnen und Besucher können so erst die Vernissage erleben und anschließend zu Fuß zum Konzert gehen.
Die Preview am Samstag, 7. November, um 17 Uhr richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die sich für Kunst interessieren. Die neun Künstler sind dabei persönlich anwesend. Sie geben Einblicke in ihre Arbeiten und beantworten Fragen zu den ausgestellten Werken und zum Kunststudium selbst. Es geht darum, wie ein Studium an einer Kunstakademie abläuft, wie man sich bewirbt, welche Voraussetzungen wichtig sind und welche beruflichen Wege sich eröffnen. Nach Angaben des Vereins sind die Künstlerinnen und Künstler vom 6. bis 8. November ein ganzes Wochenende in Schramberg und nutzen die Gelegenheit zum Kontakt mit Schülern.
Für Podium Kunst ist es nach eigenen Angaben die erste Ausstellung mit Kunststudenten seit zehn Jahren. Die Idee bestehe schon lange, sei aber wegen der Corona-Zeit immer wieder verschoben worden. Im vergangenen Jahr besuchte der Vorstand die Sommerausstellung der Karlsruher Akademie. Dabei entstand eine erste Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten das Interesse des Vereins besonders geweckt hatten. In mehreren Sitzungen wurde diese Auswahl diskutiert und auf neun Studentinnen und Studenten verdichtet. Alle neun sagten für die Ausstellung zu.
Die Positionen sind vielfältig, wie der Verein beschreibt:
Luise Anna Alt nähert sich in figurativer Ölmalerei autobiografischen Momenten und Kindheitserinnerungen. Lily Arnold beschäftigt sich mit dem Bewahren persönlicher Schätze und Erinnerungen. Frederic Bertheau untersucht das Spannungsfeld zwischen Natur und menschlichen Weltbildern. Jonattan Bustos verbindet handwerkliche und kulturelle Einflüsse Kolumbiens mit experimentellen Webtechniken und neuen Formen der Bildgestaltung. Katharina Büttgen übersetzt Fragen nach Identität, Erinnerung und politischer Repression in textile Arbeiten.
Francis Kelly spürt den absurden Momenten des Alltags und den Übergängen zwischen Traum und Wirklichkeit nach. Clara Vivian Stang befasst sich mit emotionalen Zuständen, Verletzlichkeit und dem Wunsch, gesehen und zugleich verborgen zu bleiben. Changxiao Wang verwandelt vertraute Gegenstände und industrielle Alltagsästhetik durch eine eigene Farbordnung in irritierende Bildwelten. Tabea Wasserfall entwickelt in fein nuancierten Ölmalereien Landschaftswahrnehmungen, inspiriert unter anderem von den Küsten Islands.
Mit der Ausstellung will Podium Kunst nach eigenen Angaben aktuelle künstlerische Positionen nach Schramberg holen und den direkten Austausch zwischen Publikum und Kunstschaffenden fördern. Gerade für junge Menschen könne die Begegnung mit den Studenten eine Möglichkeit sein, eigene Interessen zu entdecken und mögliche Zukunftswege kennenzulernen.