Die Deißlinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins gehört zu den mitgliederstärksten und jüngsten im Land. Nun wird man den Dachverband verlassen und hat dafür den „NeckarALBVerein“ gegründet. Hintergrund ist auch der hohe Mitgliedsbeitrag von 39 Euro, von dem nur ein einziger Euro wieder vor Ort landet.
Deißlingen – Der Noch-Vorsitzende der Ortsgruppe, Georg Röhrle, machte aber auch deutlich, dass die steigenden Personalkosten im Hauptverband missfielen – nur 24 Prozent der Mitgliedsbeiträge gingen direkt in Naturschutz, Wandern und Gemeinschaftsleben, den eigentlichen Aufgaben und Zielen des Albvereins. Zudem stiegen die Beiträge ständig, weitere Beitragserhöhungen seien zu erwarten. Man habe dem über Jahre hinweg bei den Gauversammlungen des Schwäbischen Albvereins konsequent widersprochen, was aber nichts gebracht habe, so Röhrle. Durch die Neugründung bleiben nun alle Beiträge in voller Höhe in Deißlingen – und die Mitglieder zahlen einzeln zukünftig 15 und als Familie 20 Euro Jahresbeitrag. Die Ziele und Aufgaben sollen im neuen die gleichen bleiben, versprach Georg Röhrle: Förderung von Kunst und Kultur, Naturschutz, Sport sowie Heimatpflege.
Der neue Verein ist nun gegründet, das Vorstandsteam einstimmig gewählt: Vorsitzender ist Markus Fietz, sein Stellvertreter Georg Röhrle, Johannes Röhrle ist Kassier und Amelie Fietz Schriftführerin. Die Kassenprüfung übernehmen Thomas Ettwein und Christian Lamers. Am 27. Juli findet dann die außerordentliche Mitgliederversammlung der bisherigen Ortsgruppe statt, mit der sie sich selbst auflösen möchte. Damit stehen die Deißlinger übrigens nicht alleine da: Im vergangenen Jahr verließen schon die Ortsgruppen von Epfendorf, Bösingen und Nusplingen den Schwäbischen Albverein.
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