Rottweil – Die Stadt verabschiedet sich vom Ringzug-Halt „Rottweil Stadtmitte“. Der UBV-Ausschuss des Gemeinderats begrub einstimmig die Idee, unterhalb des Viadukts einen zusätzlichen Haltepunkt für den Ringzug einzurichten.
Über die Problematik haben wir ausführlich berichtet, zuletzt hier. Bürgermeisterin und Gartenschau-Geschäftsführerin Ines Gaehn erklärte, „wir verbauen uns nichts“ mit dem Rückzug aus der Planung, im Zug von „Ringzug 2.0“ nach der Landesgartenschau den Haltepunkt einzurichten. „Wenn es Ringzug 3.0 gibt, ist vielleicht die Realisierung möglich“, sagte sie den Ausschussmitgliedern.
Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf erinnerte daran, dass der Zweck des zusätzlichen Halts, die Menschen von der Bahn schneller in die Innenstadt zu bringen, anders und günstiger erreicht wird. „Wir haben einen Weg parallel zu den Schienen gebaut“, sagte er.
Hermann Breucha (FWV) und auch Hubert Nowack (Grüne) erinnerten daran, dass bei der ursprünglichen Planung der zusätzlichen Haltestelle ein Aufzug am Viadukt vorgesehen war. Dies wurde inzwischen verworfen.
Die endgültige Entscheidung trifft das Plenum des Gemeinderats am 11. November.
Von der Landeshauptstadt ins Oberzentrum
Michael Podolski, Geschäftsführer des regionalen Verkehrsverbundes „move“, kündigte in der Sitzung an, dass nach der Elektrifizierung der Bahnstrecke eine Direktverbindung von Stuttgart nach Villingen, von der Landeshauptstadt ins Oberzentrum, möglich und von Villingen auch gewünscht werde. Ob eine Verbindung vom nördlichen Landkreis nach Freiburg möglich sei, wollte Monika Hugger (CDU) wissen. OB Ruf fand die Idee gut, man stehe auf dem Weg nach Freiburg mit dem Auto doch immer irgendwo im Stau. Doch Podolski dämpfte die Erwartungen: „Ich würde mir da keine großen Hoffnungen machen.“