Ausgemusterte Fahrzeuge sind für Feuerwehren begehrte Übungsobjekte – und schwer zu bekommen. Die Feuerwehr Rottweil hat am Samstag, 22. August, an einem ausgedienten Linienbus des Stadtbus Rottweil trainiert, wie sich Menschen aus einem verunglückten Bus befreien lassen. Zusätzlich übte der Rüstzug die Rettung aus einem Lkw. Das Gelände stellte die Firma Mielnik zur Verfügung.
Es ging um Technische Hilfeleistung – also um jene Einsätze, bei denen Feuerwehrleute nach Unfällen Menschen aus Fahrzeugen befreien müssen. Im Mittelpunkt standen nach Angaben der Feuerwehr das taktische Vorgehen, die Abstimmung zwischen den Einsatzkräften und der möglichst schonende Zugang zu eingeklemmten Personen.
Busse stellen eigene Anforderungen
Bei Unfällen mit Linienbussen kommen Einsatzkräfte an Bedingungen, die sie bei Pkw so nicht vorfinden: hohe Aufbauten, eng gestellte Sitzreihen und im Ernstfall viele Betroffene auf begrenztem Raum. An dem ausgemusterten Bus konnten die Feuerwehrleute verschiedene Zugangswege durchspielen, ohne Rücksicht auf Schäden am Fahrzeug nehmen zu müssen.
Ähnlich verhält es sich bei Lastwagen. Für diesen Teil der Übung stellte die Firma Bau Union einen Lkw bereit. Fahrerhäuser liegen dort deutlich höher als bei Personenwagen, die Konstruktionen unterscheiden sich je nach Hersteller, und der Zugang zu Verletzten ist eingeschränkt. Eingesetzt wurde dabei die Technik des kompletten Rüstzugs – jener Einheit, die bei Verkehrsunfällen mit schwerem Gerät wie Schere, Spreizer und Hebekissen anrückt.
Übungsobjekte kommen von Firmen
Fahrzeuge, an denen im Übungsbetrieb geschnitten und gespreizt werden darf, müssen Feuerwehren in der Regel von außen beschaffen. In diesem Fall kamen Bus, Lkw und Gelände von drei Unternehmen aus der Region. Übungen in diesem Umfang seien nur mit deren Unterstützung möglich, teilt die Feuerwehr Rottweil mit.
Quelle: Mitteilung der Feuerwehr Rottweil (Marius Daute, Team Presse- und Medienarbeit)





