Eselreiten macht Spaß. Das wissen alle, die schon einmal dabei waren, wenn es mittwochs vom Eselstall an der Johanniterstraße aus losgeht. Organisiert wird die Tour vom Mehrgenerationenhaus Kapuziner und der Katholischen Erwachsenenbildung, für die Esel zuständig ist Regula Birk-Schultz.
Rottweil – Mit ihrem Mann Wolfgang Schultz zusammen hat sie vor 20 Jahren die ersten Esel angeschafft. Hintergrund war die Behinderung ihrer Tochter Ursina, der der Kontakt mit den Eseln sehr gut tat. „Esel können helfen, die Motorik zu unterstützen“, zudem tut es allen gut, sich um Tiere zu kümmern. Denn dazu gehört natürlich auch die Pflege, das Ausmisten und Füttern und vieles mehr. „Die Tiere können Menschen stark machen“, ist Regula Birk-Schultz überzeugt.
Heute sind es acht Esel, die ihren Stall hinter dem Haus St. Antonius haben, selbst gebaut von den Mitgliedern des Eselvereins. Der sich einst, vor 20 Jahren, auch zum Ziel gesetzt hat, Rottweils inoffizielle Wappentiere wieder ins Städtle zurückzubringen. Sogar Eseltage gab es einst, doch nun ist es ruhig geworden rund um die Eselfreunde, weshalb man sich über Nachwuchs und Unterstützung freuen würde. Denn auch mehrtägige Eselwanderungen sind möglich und wurden auch schon gemacht, aber dafür braucht es mehr Leute, stellt Regula Birk-Schultz klar.
Für das Mehrgenerationenhaus sind die Esel-Ausflüge ein besonderes Angebot, passend zu dem, was man sich auf die Fahnen geschrieben hat: In den Sozialraum kucken, nennt das Stephanie Knittel. Und niederschwellige Angebote machen, auch und vor allem für Familien in besonderen Lebenslagen. Sie dürfen am Eselreiten auch kostenlos teilnehmen, für begütetere kostet es zehn Euro. „Für uns ist es wichtig, dass jeder teilnehmen kann“, so Stephanie Knittel. Denn gerade das Reiten ist sonst ja etwas, das sich ärmere Familien einfach nicht leisten können. Umso besser wird es angenommen, und anmelden muss man sich auch nicht – was für die Eselführer eine Herausforderung ist, da sie nicht wissen, wie viele Leute kommen. Hier habe sich aber immer eine flexible Lösung finden lassen, so Knittel.
Wer Lust hat, bei den Eseln mitzuhelfen, darf sich bei Regula Birk-Schultz unter 0741-44557 melden. Die Eselwanderungen finden wieder nach den Ferien statt, die Termine findet man auf der Homepage vom Mehrgenerationenhaus Kapuziner.
