Mit dem Ulrich Gumpert Quartett präsentiert das IFR Rottweil 2026 am Samstag, 1. August 2026, um 20.15 Uhr nach Angaben des Veranstalters einen der prägenden Pianisten des europäischen Jazz. Das Konzert findet im KulturCafé Rottweil (Krankenhausstraße 27) statt und verspricht laut Ankündigung einen Abend zwischen Jazztradition, freier Improvisation und klanglicher Abenteuerlust.
Das IFR Rottweil ist ein Festival für Film, Kunst und Musik. Internationale und regionale Künstlerinnen und Künstler gestalten gemeinsam ein vielfältiges Programm aus Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerten und weiteren kulturellen Veranstaltungen. Das Festival versteht sich als Plattform für zeitgenössische Kultur und kreativen Austausch.
Ulrich Gumpert zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Jazz. Als Mitbegründer der legendären Formationen Synopsis und des späteren Zentralquartetts prägte er die Entwicklung des freien und zeitgenössischen Jazz in der DDR maßgeblich. Der legendäre Auftritt von Synopsis beim Jazz Jamboree in Warschau 1973 wurde zu einer Initialzündung für den DDR-Free-Jazz und machte Gumpert zu einer Schlüsselfigur jener Generation von Musikern, die dem europäischen Jazz eine eigenständige Stimme verliehen. Für sein Lebenswerk wurde er 2005 mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.
Der in Jena geborene und heute in Berlin lebende Pianist ist jedoch weit mehr als ein stilprägender Free-Jazz-Musiker. Seine Arbeit reicht von der Jazzrock-Pionierzeit mit SOK und Synopsis über das Zentralquartett bis hin zu Filmmusiken für die Berliner Tatort-Reihe. Seine Einspielungen der Klavierwerke Erik Saties gelten ebenso als bemerkenswert wie sein unverwechselbarer Personalstil: konzentriert, formbewusst, humorvoll und voller überraschender Wendungen.
Im aktuellen Quartett trifft Gumpert auf die österreichische Altsaxophonistin Tanja Feichtmair, eine ebenso eigenständige Komponistin und Improvisatorin. Beide verbindet die Offenheit gegenüber unterschiedlichsten musikalischen Einflüssen sowie die Lust am spontanen Gestalten jenseits stilistischer Grenzen.
Das Fundament bildet die seit vielen Jahren eingespielte Rhythmusgruppe mit Jan Roder am Bass und Michael Griener am Schlagzeug. Das vielfach als „Rhythmusgruppen-Traumpaar“ bezeichnete Duo gehört zu den wichtigsten Formationen der europäischen Improvisationsszene. Mit enormer Sensibilität, Energie und klanglicher Flexibilität schaffen sie Freiräume und Zusammenhalt zugleich.
Gespielt wird Musik aus Gumperts Feder: Kompositionen zwischen Jazztradition, Blues, freier Improvisation und klanglicher Abenteuerlust. Aus melodischen Keimzellen und offenen Formen entstehen musikalische Erzählungen voller Spannung, Witz und Poesie. Das Quartett klingt frisch, überraschend, verspielt und unberechenbar – getragen von vier Musikern, die den gemeinsamen Klangfindungsprozess zu ihrer eigentlichen Kunst gemacht haben.
Info: Ulrich Gumpert Quartett, Samstag, 1. August 2026, 20.15 Uhr, KulturCafé Rottweil
Krankenhausstraße 27, 78628 Rottweil
Weitere Informationen und Tickets: www.k-neunundzwanzig.de/all-events/?event=493
Das vollständige Programm des IFR Rottweil 2026 findet sich unter: www.k-neunundzwanzig.de/programm26
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