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Akku leer beim E-Auto: Was passiert eigentlich, wenn der Strom ausgeht?

Viele Autofahrer haben Sorge, mit einem Elektroauto liegenzubleiben. Doch moderne Fahrzeuge warnen frühzeitig – und selbst bei leerem Akku gibt es Hilfe.

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Lesezeit 3 Min.

Viele Autofahrer fragen sich, was passiert, wenn bei einem Elektroauto der Akku leer ist. Bleibt das Fahrzeug einfach stehen? Kann man es abschleppen? Und drohen Schäden an der Batterie? Die wichtigsten Antworten im Überblick.

Die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen steigt. Gleichzeitig hält sich bei vielen Menschen eine Sorge: Was passiert, wenn der Akku unterwegs komplett leer wird? Die kurze Antwort: Das Auto bleibt stehen – ähnlich wie ein Verbrenner mit leerem Tank. Allerdings gibt es einige Unterschiede.

Das E-Auto warnt lange vor dem Stillstand

Moderne Elektroautos informieren ihre Fahrer frühzeitig über einen niedrigen Ladestand. Zunächst erscheint eine Warnmeldung. Sinkt die Restkapazität weiter, reduzieren viele Fahrzeuge automatisch ihre Leistung, um Energie zu sparen. Zudem berechnen die Navigationssysteme vieler Modelle die verbleibende Reichweite und schlagen geeignete Ladestationen entlang der Strecke vor. Selbst wenn die Anzeige bereits „0 Kilometer“ Restreichweite zeigt, verfügen viele Fahrzeuge noch über eine kleine technische Reserve.

Wenn der Akku wirklich leer ist

Ist die verfügbare Energie aufgebraucht, kann das Fahrzeug nicht mehr weiterfahren. Fahrer sollten das Auto möglichst sicher abstellen und die Warnblinkanlage einschalten. Anschließend hilft ein Pannendienst weiter. Automobilclubs und Herstellerdienste bieten inzwischen spezielle Hilfe für Elektrofahrzeuge an. In einigen Regionen kommen mobile Ladegeräte zum Einsatz, die genügend Strom liefern können, um die nächste Ladesäule zu erreichen.

Abschleppen ist nicht immer möglich

Ein wichtiger Unterschied zu Verbrennern: Nicht jedes Elektroauto darf einfach abgeschleppt werden. Bei vielen Modellen können durch das Ziehen mit den Antriebsrädern auf der Fahrbahn Schäden entstehen. Deshalb müssen zahlreiche Elektrofahrzeuge auf einen Abschleppwagen mit Ladefläche verladen werden. Welche Methode zulässig ist, regelt der jeweilige Hersteller.

Nimmt die Batterie Schaden?

Die Sorge vor einer Tiefentladung ist meist unbegründet.

Moderne Elektroautos verfügen über ein ausgeklügeltes Batteriemanagement. Dieses verhindert, dass die Batterie vollständig entladen wird. Selbst wenn das Fahrzeug nicht mehr fährt, verbleibt in der Regel noch eine technische Schutzreserve im Akku.

Dauerhaft sollte ein Elektroauto allerdings nicht über längere Zeit mit nahezu leerem Akku abgestellt werden. Für die Batterie gelten Ladestände zwischen etwa 20 und 80 Prozent als besonders schonend.

Wie häufig kommt das vor?

Pannen wegen eines leeren Akkus sind vergleichsweise selten. Nach Angaben von Automobilclubs bleiben Elektroautos deutlich häufiger wegen klassischer Probleme wie einer defekten 12-Volt-Batterie liegen als wegen eines leeren Hochvoltakkus.

Zudem wächst das Ladenetz in Deutschland kontinuierlich. Wer längere Fahrten plant und rechtzeitig lädt, wird im Alltag nur selten in die Nähe einer vollständigen Entladung kommen.

Fazit

Ein leerer Akku bedeutet auch beim Elektroauto das Ende der Fahrt. Allerdings warnen moderne Fahrzeuge frühzeitig, und Pannendienste sind zunehmend auf solche Situationen vorbereitet. Schäden an der Batterie drohen in der Regel nicht. Wer rechtzeitig nachlädt und die Hinweise des Fahrzeugs beachtet, wird einen komplett leeren Akku meist nie erleben.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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