Homeoffice mit Hund: Diese Regeln empfiehlt der Bürohund-Verband

Der Verband rät zu festen Ruhephasen für den Hund und klaren Arbeitsphasen für Beschäftigte im Homeoffice.

Autor / Quelle:
Lesezeit 4 Min.

Wer im Homeoffice arbeitet und einen Hund hat, kennt die Frage: Wie lassen sich Arbeitsalltag und Tierwohl vereinbaren? Der Bundesverband Bürohund e.V. verweist auf Studien, wonach Hunde das Wohlbefinden steigern und den Arbeitsalltag positiv beeinflussen können – vorausgesetzt, Arbeitstag und Tier passen zusammen. Der Verband hat dazu Empfehlungen veröffentlicht.

„Ein Hund kann dem Arbeitstag zu Hause mehr Struktur geben. Man kommt regelmäßig vor die Tür, macht bewusster Pausen und wird daran erinnert, nicht acht Stunden am Stück vor dem Bildschirm zu sitzen“, sagt Markus Beyer, erster Vorsitzender des Verbands. Voraussetzung sei allerdings, dass auch der Hund Ruhe, Rückzug und verlässliche Abläufe bekomme.

Nach Einschätzung des Verbands können bereits kurze Interaktionen helfen, im Arbeitsalltag den Kopf freizubekommen – etwa ein kurzes Streicheln oder das Auffüllen des Wassernapfs zwischen zwei Terminen.

Feste Abläufe für Hund und Halter

Der Verband empfiehlt, dem Hund auch im Homeoffice klare Routinen zu geben: feste Fütterungszeiten, regelmäßige Gassi-Runden und definierte Ruhephasen. Diese Struktur soll nicht nur dem Tier Sicherheit geben, sondern auch Beschäftigten helfen, eigene Pausen einzuplanen. Ein längerer Spaziergang am Morgen könne zusätzlich dabei helfen, mit mehr Energie in den Arbeitstag zu starten – so die Einschätzung des Verbands.

„Drei-Welten-Modell“: Mensch, Arbeit, Hund

„Manche Menschen unterschätzen, wie viel Ruhe Hunde brauchen. Sie schlafen und dösen einen großen Teil des Tages. Diese Zeit muss ihnen auch im Homeoffice zugestanden werden“, sagt Beyer. In einem angekündigten Buch will er dazu das sogenannte „Drei-Welten-Modell“ beschreiben: Es gehe stets um das Zusammenspiel aus den Bedürfnissen des Menschen, den Anforderungen der Arbeit und dem Wohl des Hundes.

Ein fester, geschützter Rückzugsort und klare Arbeitsphasen sollen dem Hund helfen, zur Ruhe zu kommen – und damit auch dem Menschen mehr Verlässlichkeit im Arbeitsalltag verschaffen, so Beyer weiter. Trainieren lasse sich das etwa über ein Signal, auf das der Hund zunächst nur wenige Sekunden und später länger ruhig an seinem Platz bleibt – belohnt mit Lob oder einem Leckerli.

Wichtig sei zudem, den Hund durch Spaziergänge oder andere Aktivitäten ausreichend zu beschäftigen, damit er sich anschließend entspannen könne. Mit der Zeit stelle sich so eine Balance zwischen Ruhephasen des Hundes und gemeinsamer Zeit ein.

Alternative: Betreuung oder Bürohund im Betrieb

Wer sich durch den eigenen Hund im Homeoffice zu sehr ablenken lässt, kann laut Verband auch eine externe Betreuung organisieren. Auch außerhalb des Homeoffice sei die Mitnahme des Hundes an den Arbeitsplatz vielerorts möglich: Immer mehr Arbeitgeber würden sich mit dem Thema Bürohund befassen. Der Verband empfiehlt dafür ein Gespräch mit dem Arbeitgeber, klare Regeln und eine Testphase, in der die Interessen von Unternehmen, Mitarbeitenden und Hund berücksichtigt werden.

Wer hinter den Empfehlungen steht

Der Bundesverband Bürohund e.V. setzt sich nach eigenen Angaben für hundefreundliche Arbeitsplätze ein und berät Unternehmen zu dem Thema. Verbreitet wurden die Empfehlungen über den Industrieverband Heimtierbedarf (IVH), der die Interessen der Heimtierbranche vertritt.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.