Wenn vom 23. bis 26. Juli die Finals 2026 in Hannover stattfinden, blickt die deutsche Sportwelt auf Niedersachsens Landeshauptstadt. Bei Deutschlands größtem Multisportevent werden in 24 Sportarten insgesamt 143 Deutsche Meistertitel vergeben. Erstmals gehören auch die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Ju-Jutsu zum Programm. Mit dabei ist auch der Schramberger Weltmeister-Trainer Andreas Dold.
ARD und ZDF berichten an allen Veranstaltungstagen live, die Ju-Jutsu Wettkämpfe werden am 24. Juli ab 14 Uhr übertragen. Ju-Jutsu verbindet verschiedene Kampfsportdisziplinen miteinander. Bei den Mannschaftsmeisterschaften werden die drei Wettkampfdisziplinen Duo, Fighting und Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) kombiniert. Während im Duo realistische Selbstverteidigungssituationen demonstriert werden, kämpfen die Athletinnen und Athleten im Fighting mit Schlag-, Tritt-, Wurf- und Bodentechniken. Im BJJ steht der Bodenkampf im Mittelpunkt: Ziel ist es, den Gegner durch kontrollierte Hebel- oder Würgetechniken zur Aufgabe zu zwingen oder durch dominante Positionen Punkte zu sammeln.
Seinen bislang größten Erfolg feierte Dold im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Bangkok. Als kommissarischer Bundestrainer führte er das deutsche BJJ-Team überraschend zum ersten Mannschafts-Weltmeistertitel Deutschlands in dieser Disziplin, ein historischer Erfolg für den deutschen Ju-Jutsu-Sport.
Sportliche Heimat: Rottweils Budo-Zentrum
Als Landestrainer Baden-Württemberg führte Dold in den vergangenen Jahren zahlreiche Athletinnen und Athleten zu Deutschen Meistertiteln und Medaillen. Seine sportliche Heimat ist das Budo-Zentrum Rottweil, zudem engagiert er sich in der Sportfabrik Winterhalter in Schramberg für den Aufbau des Brazilian Jiu-Jitsu.
Durch die Unterstützung der Schulleitung und dem Kollegium der Erhard-Junghans Schule Schramberg ist es Dold möglich, Beruf und Engagement im Leistungssport miteinander zu verbinden und Schramberg bei einer der größten Sportveranstaltungen Deutschlands als Trainer vertreten zu dürfen. Mit großer Vorfreude blickt Dold auf die Finals: „Dass Ju-Jutsu erstmals Teil dieses außergewöhnlichen Sportevents ist und sich einem großen bundesweiten Publikum präsentieren kann, ist eine riesige Chance für unsere Sportart. Ich freue mich sehr darauf, die Athletinnen und Athleten auf dieser großen Bühne begleiten zu dürfen.“
Was ihn dabei antreibt, geht weit über Medaillen hinaus: „Mich begeistert es, junge Menschen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Ju-Jutsu vermittelt Werte wie Respekt, Disziplin und Fairness. Zu sehen, wie sich Menschen durch den Sport persönlich weiterentwickeln, Selbstvertrauen gewinnen und zu starken Persönlichkeiten heranwachsen, ist für mich das Schönste an meiner Arbeit.“ Für Dold sind die Finals deshalb weit mehr als nur ein Wettkampf: Sie bieten die Möglichkeit, den (laut Wikipedia in den 1960er-Jahren in Deutschland entwickelten) Ju-Jutsu-Sport einem breiten Publikum zu präsentieren und Menschen für eine Sportart zu begeistern, die weit über den Erfolg auf der Matte hinaus Persönlichkeit, Gemeinschaft und Werte vermittelt.
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