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Spaichingen und IHK fordern klare Entscheidung zur Ortsumfahrung

Hugger: Stadt hält Flächen für drei Varianten frei, Bund und Land verwiesen seit Jahren auf laufende Abstimmung

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Die Ortsumfahrung war Thema des Treffens im Rathaus Spaichingen. Von links: Marc Spiegelhalter (IHK-Verkehrsreferent), Sebastian Merkt (merkt druck & medien e.K.), IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Benedikt Schmid (Stadt Spaichingen), Heike Braun (Conrad Braun & Sohn GmbH), Bürgermeister Markus Hugger, Daniel Kupferschmid (HEWI G. Winker GmbH & Co. KG), Jochen Klaiber (Klaiber Bus GmbH & Co. KG), stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Philipp Hilsenbek und Holger Fetzer (KreatiFabrik GmbH). Foto: Thomas Krebs/Stadt Spaichingen

Spaichingen – Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Spaichingen und der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg haben im Spaichinger Rathaus über die Ortsumfahrung gesprochen, wie die IHK in einer Medieninformation vom 3. November mitteilt. Beide Seiten fordern Fortschritte im Planungsverfahren und eine klare Kommunikation der zuständigen Behörden. Das Vorhaben steht seit Jahren im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030.

Die Ortsumfahrung war Thema des Treffens im Rathaus Spaichingen. Von links: Marc Spiegelhalter (IHK-Verkehrsreferent), Sebastian Merkt (merkt druck & medien e.K.), IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Benedikt Schmid (Stadt Spaichingen), Heike Braun (Conrad Braun & Sohn GmbH), Bürgermeister Markus Hugger, Daniel Kupferschmid (HEWI G. Winker GmbH & Co. KG), Jochen Klaiber (Klaiber Bus GmbH & Co. KG), stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Philipp Hilsenbek und Holger Fetzer (KreatiFabrik GmbH)
Die Ortsumfahrung war Thema des Treffens im Rathaus Spaichingen. Von links: Marc Spiegelhalter (IHK-Verkehrsreferent), Sebastian Merkt (merkt druck & medien e.K.), IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Benedikt Schmid (Stadt Spaichingen), Heike Braun (Conrad Braun & Sohn GmbH), Bürgermeister Markus Hugger, Daniel Kupferschmid (HEWI G. Winker GmbH & Co. KG), Jochen Klaiber (Klaiber Bus GmbH & Co. KG), stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Philipp Hilsenbek und Holger Fetzer (KreatiFabrik GmbH). Foto: Thomas Krebs/Stadt Spaichingen

Bei dem Arbeitsgespräch ging es laut IHK darum, Informationen zu teilen, gemeinsame Anliegen voranzubringen und Kräfte zu bündeln. Im Mittelpunkt standen die Planungen für die Ortsumfahrung Spaichingen. Stadt und IHK sprechen sich für deutliche Fortschritte im weiteren Planungsverfahren aus. Sie wünschen sich außerdem eine klare und verlässliche Kommunikation der zuständigen Planungsbehörden.

Bürgermeister Markus Hugger wird in der Mitteilung so zitiert: „Die Ortsumfahrung beschäftigt unsere Stadt bereits seit Jahrzehnten. Seit Jahren bekommen wir jedoch immer wieder dieselbe Rückmeldung: Das Bundes- und das Landesverkehrsministerium befänden sich noch in der Abstimmung.“ Die Stadt halte nach wie vor Flächen für drei mögliche Varianten frei. Für die langfristige Planung der Stadtentwicklung sei das „äußerst nachteilig“. Hugger fordert „endlich klare Aussagen und im besten Fall ein eindeutiges Bekenntnis zur Ortsumfahrung“. Danach müsse die Planung zügig vorangetrieben werden.

Eine Ortsumfahrung könnte nach Darstellung der Stadt die Verkehrsbelastung und die damit verbundenen Emissionen in Spaichingen verringern. Zudem ergäben sich neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten, und die Wohn- und Lebensqualität könnte steigen. Hugger zog ein positives Fazit des Gesprächs: „Dass die Wirtschaft die Ortsumfahrung unterstützt, ist ein wichtiges Signal.“ Das Projekt sei nicht nur für Spaichingen wichtig, sondern auch für den überregionalen Verkehr. Von Bund und Land erwarte er „ein schnelles ‚Go‘“, damit das Regierungspräsidium die weiteren Planungen vorantreiben könne.

Philipp Hilsenbek, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, verweist auf die Bedeutung der Bundesstraße B 14: Der Ausbau sei Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans und besitze „damit eine Bedeutung, die über die Region hinausreicht“. Mit der Umsetzung könnte nach Angaben der IHK eines der letzten verbliebenen Nadelöhre auf der Verbindung zwischen Stockach und Rottweil beseitigt werden. Mit Blick auf die wirtschaftliche und besonders die industrielle Stärke der Region gebe es bei den Straßenverbindungen weiterhin Verbesserungspotenzial.

Auch die Standortumfrage unter den Mitgliedsbetrieben der IHK zeige nach deren Darstellung den Wunsch nach einer besseren Verkehrsanbindung. Hilsenbek erklärt: „Von den zuständigen Planungsbehörden sowie den Ministerien auf Landes- und Bundesebene erwarten wir zügige Planungsschritte, nachvollziehbare und transparente Entscheidungsverfahren sowie ein eindeutiges Bekenntnis zu den Projekten, die im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 verankert sind.“

Zum Planungsstand: Das Regierungspräsidium Freiburg nennt auf seiner Projektseite einen laufenden Vergleich von West-, Ost- und bahnnaher Trasse einschließlich Tunnel. Eine Umweltverträglichkeitsstudie ist demnach in Bearbeitung. Eine Vorzugsvariante oder ein Baubeginn ist dort nicht ausgewiesen. Die Grünen Spaichingen kritisieren die Ortsumfahrung in einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030 unter anderem wegen Flächenverbrauchs und einer erwarteten Verkehrszunahme.

Zahlen zur Verkehrsbelastung in Spaichingen, einen Zeitplan oder eine Stellungnahme der Ministerien nennt die Mitteilung nicht. Die Aussagen zu Nutzen und Dringlichkeit stammen von Stadt und IHK.

Auch Stadt Schramberg und IHK hatten bei einem Arbeitsgespräch am 20. Oktober Fortschritte bei der Talumfahrung gefordert, die ebenfalls im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 steht.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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