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Vogtsbauernhof in Gutach: 190.000 Gäste, Museum macht Hitze für Rückgang verantwortlich

Bis zu 40 Grad im Sommer: Mittelfristig plant das Museum Beschattung und Regenwasserspeicher. Vom 11. bis 13. Dezember folgt das Weihnachtsdorf.

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Saisonverlauf 2026: Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof konnte während der Saison 2026 rund 190.000 Gäste begrüßen. Das Jahresthema mit einem umfangreichen Programm lautete „Begegnungen“. Foto: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, Hans-Jörg Haas

Gutach – Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach hat am Sonntag, 1. November, seine Saison 2026 beendet. Nach Angaben des Museums kamen rund 190.000 Gäste, sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Als Grund nennt das Museum die außergewöhnliche Hitze in der Hauptsaison. Zum Jahresausklang öffnet es vom 11. bis 13. Dezember noch einmal für das Weihnachtsdorf.

Saisonverlauf 2026: Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof konnte während der Saison 2026 rund 190.000 Gäste begrüßen. Das Jahresthema mit einem umfangreichen Programm lautete „Begegnungen“.
Saisonverlauf 2026: Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof konnte während der Saison 2026 rund 190.000 Gäste begrüßen. Das Jahresthema mit einem umfangreichen Programm lautete „Begegnungen“. Foto: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, Hans-Jörg Haas

Zwischen dem 22. März und dem 1. November kamen laut Museum rund 140.000 Einzelbesucher und rund 50.000 Gruppenbesucher. Geöffnet war täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr, letzter Einlass war um 17.00 Uhr. Damit bleibt das Haus nach eigenen Angaben das älteste Freilichtmuseum Baden-Württembergs und zugleich das besucherstärkste des Landes. Der Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei vor allem auf die Hitze von Juni bis August zurückzuführen.

„Wir sind mit diesem Ergebnis angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen in diesem Jahr mehr als zufrieden“, so Museumsgeschäftsführerin Margit Langer in der Mitteilung. Die Sommerhitze mit Temperaturen von bis zu 40 Grad habe zahlreiche Gäste von einem Besuch abgehalten. Es habe Stornierungen bei Gruppen und Schulklassen gegeben. Angekündigte Reisegruppen von Rheinkreuzfahrten seien wegen des Niedrigwassers nicht angereist.

Klimafolgen im Fokus

„Wir haben die Auswirkungen der Klimaveränderungen in diesem Jahr in vielen Bereichen sehr deutlich gespürt“, so Langer weiter. Vor allem die Bewässerung und Pflege der weitläufigen Außenanlagen sei für das Museumsteam eine Herausforderung gewesen.

Der Vogtsbauernhof nahm in diesem Jahr am landesweiten Pilotprojekt „Klimafolgenanpassung in Museen“ teil und entwickelte einen individuellen Handlungsleitfaden. Für die Teilnahme wurde das Museum ausgezeichnet; die Zertifikatsübergabe erfolgte mit Stefanie Dowidat von der Landesstelle für Museen. „Die Klimafolgenanpassung ist ein Zukunftsthema unserer strategischen Weiterentwicklung“, so Langer. Mittelfristig geplant sind weitere Beschattungsmaßnahmen, eine hitzeangepasste Besucherlenkung und ein ressourcenschonendes Bewässerungsmanagement mit zusätzlichen Regenwasserspeichern.

Jahresthema „Begegnungen“

Unter dem Jahresthema „Begegnungen“ bot das Museum 2026 Themen- und Aktionstage, Sonderführungen und Mitmachangebote für Familien. Im Mittelpunkt standen Begegnungen zwischen Jung und Alt, Tradition und Moderne sowie unterschiedlichen Kulturen und Lebenswelten.

Neu eröffnet wurde im Ortenauhaus die Dauerausstellung „WWW – Welt zwischen Wein und Wald“. Sie widmet sich der Kultur- und Landschaftsgeschichte der Region. Herzstück ist die multimediale Installation „Forum Ortenau“, die der Förderverein ermöglicht hat. Sie macht die Beziehungen zwischen Schwarzwald und Rheinebene interaktiv erlebbar.

Ausblick auf die Saison 2027

Die nächste Saison läuft vom 21. März bis 7. November 2027. Das Jahresthema lautet „Zwischen Menschen – zwischen Welten“. Es geht um Zwischenwelten und um verschiedene Erscheinungsformen des Aberglaubens. Die begleitende Sonderausstellung „Die pure Magie und der reine Humbug“ im Hippenseppenhof behandelt Spukerscheinungen, Hellseherei und Wunderglauben. Sie ist die ganze Saison über zu sehen. Erstmals kommt dabei auch KI-generiertes Bildmaterial zum Einsatz.

Außerdem wird der Spielbereich am Falkenhof erweitert und saniert. Drei neue, großformatige Spiel- und Erlebniselemente sollen die Natur-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des Schwarzwalds spielerisch vermitteln. Fertig sein sollen sie bis zum Beginn der Pfingstferien.

Im kommenden Frühjahr soll zudem der Ausbau des rund 200 Quadratmeter großen Dachbodens im Hermann-Schilli-Haus abgeschlossen sein. Der wetterunabhängige Raum soll für Kultur- und Bildungsveranstaltungen, Tagungen und Symposien mit bis zu 150 Personen zur Verfügung stehen.

Weihnachtsdorf im Dezember

Vom 11. bis 13. Dezember lädt das Museum zum Weihnachtsdorf ein. Die historischen Schwarzwaldhöfe sind dann beleuchtet. Über 40 Aussteller zeigen traditionelles Handwerk und regionale Produkte, dazu gibt es ein musikalisches Programm. Geöffnet ist am Freitag, 11. Dezember, von 16.00 bis 21.00 Uhr, am Samstag, 12. Dezember, von 14.00 bis 21.00 Uhr und am Sonntag, 13. Dezember, von 11.00 bis 19.00 Uhr.

Der Eintritt kostet 6,00 Euro für Erwachsene ab 18 Jahren. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt, das Parken ist kostenlos. Die Veranstaltung findet im Freien statt, die historischen Gebäude bleiben geschlossen. Ein kostenloser Bus-Shuttle fährt ab Hausach und Gutach, für die Anreise mit der Bahn sind die Fahrzeiten erweitert.

Zum Weihnachtsdorf erscheint auch das gedruckte Jahresprogramm 2027 mit allen Veranstaltungen der kommenden Saison. Weitere Informationen gibt es unter www.vogtsbauernhof.de und beim Servicetelefon unter +49 (0) 7831 – 46 79 3500.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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