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21 Watergates: Feuerwehren im Kreis Rottweil rüsten sich gegen Hochwasser

Das Auftragsvolumen liegt laut Landratsamt bei rund 60.000 Euro. Die Systeme stehen bei acht Feuerwehren, zahlreiche Feuerwehrleute sind geschult.

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21 sogenannte "Watergates" mit fast 200 Metern Länge stärken die Feuerwehren im Landkreis Rottweil bei Hochwasser und Starkregen. Foto: pm

Rottweil – Die Feuerwehren im Landkreis Rottweil haben ihre Ausrüstung für Hochwasser und Starkregen erweitert. Acht Städte und Gemeinden haben gemeinsam 21 sogenannte Watergates beschafft, wie das Landratsamt mitteilt. Die flexiblen Staudämme sind zusammen 191,1 Meter lang. Die Beschaffung unter Federführung des Landkreises ist abgeschlossen, zahlreiche Feuerwehrleute wurden im Umgang mit dem System geschult.

20260824 203821 bearbeitet
21 sogenannte „Watergates“ mit fast 200 Metern Länge stärken die Feuerwehren im Landkreis Rottweil bei Hochwasser und Starkregen. Foto: pm

Watergates sind mobile Schutzsysteme: Sie füllen sich mit anströmendem Wasser, richten sich dadurch auf und stabilisieren sich selbst. Aufwendige feste Konstruktionen sind nicht nötig, der Aufbau geht deshalb schnell. Die 21 Systeme lassen sich miteinander verbinden, bei Bedarf entstehen so auch längere Schutzbarrieren. Neben dem Hochwasserschutz eignen sie sich nach Angaben des Landratsamts auch dazu, Löschwasser bei Brandeinsätzen zurückzuhalten.

Stationiert sind die neuen Watergates bei den Feuerwehren in Rottweil, Schramberg, Oberndorf, Schiltach, Dornhan, Epfendorf, Villingendorf und Dunningen. Sie gehören jeweils der Kommune, die sie beschafft hat. Die beteiligten Feuerwehren wurden gemeinsam geschult, damit die Systeme im Einsatz schnell und gezielt genutzt werden können. Zudem sind die Watergates als Einsatzmittel in der Integrierten Leitstelle hinterlegt. Sie können dadurch bei Bedarf über Gemeindegrenzen hinweg angefordert werden. Davon profitiere der gesamte Landkreis, so das Landratsamt.

Kreisbrandmeister Philipp Glunz wird in der Mitteilung so zitiert: „Eine moderne Ausrüstung für unsere Feuerwehren ist wichtig, aber genauso entscheidend ist die abgestimmt, enge Kooperation der Wehren untereinander. Gemeinsame Schulungen bilden dafür eine gute Grundlage, denn im Ernstfall gewinnen wir dadurch Zeit und machen eine reibungslose Zusammenarbeit möglich.“

Organisiert hat die Beschaffung federführend der Landkreis, die Abwicklung übernahm die Stadt Schiltach. Auch die Stadt St. Georgen beteiligte sich an der Sammelbestellung. Durch die größere Bestellmenge sei der Kauf spürbar wirtschaftlicher gewesen, heißt es in der Mitteilung. Das Auftragsvolumen für die 21 Systeme beträgt nach Angaben des Landratsamts rund 60.000 Euro.

Landrat Christoph Keckeisen wird mit den Worten zitiert: „Das Hochwasser fragt nicht nach Gemeindegrenzen. Unsere Feuerwehren arbeiten deshalb auch über Gemeindegrenzen hinweg zusammen. Mit der gemeinsamen Beschaffung sorgen wir dafür, dass moderne Hochwasserschutzsysteme dort verfügbar sind, wo sie im Ernstfall gebraucht werden. Gemeinsam können wir mehr erreichen. Das ist ein Gewinn für den Bevölkerungsschutz im gesamten Landkreis Rottweil.“

Die neuen Systeme ergänzen vier Watergates, die der Landkreis nach eigenen Angaben bereits in der Zentralen Feuerwehrwerkstatt (ZFW) in Schramberg vorhält. Alle Systeme sind miteinander kompatibel. Den Feuerwehren steht damit zusätzliche Ausrüstung zur Verfügung, um bei Hochwasser und Starkregen flexibel auf unterschiedliche Einsatzlagen zu reagieren.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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