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Asbest am Berufsschulzentrum: Landkreis Rottweil sperrt weite Teile der Ebene 1

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Lesezeit 3 Min.
Foto: Peter Arnegger

Am Berufsschulzentrum Rottweil sind bei Raumluftmessungen erhöhte Konzentrationen von Asbestfasern festgestellt worden. Der Landkreis Rottweil als Schulträger hat daraufhin Teile der Ebene 1 vorsorglich gesperrt. Weitere Untersuchungen sollen klären, woher die Fasern stammen. Unterrichtsausfälle schließt der Landkreis nicht aus.

Die Messungen wurden nach Angaben des Landratsamts am vergangenen Freitag durchgeführt. An drei Messpunkten in der Ebene 1 seien dabei auffällige Werte aufgetreten. Das beauftragte Ingenieurbüro habe daraufhin empfohlen, den betroffenen Bereich großflächig zu sperren. Die entsprechenden Räume und Klassenzimmer bleiben nach Angaben des Landkreises bis auf Weiteres geschlossen.

Nach NRWZ-Informationen hat das Ingenieurbüro empfohlen, welche Bereiche gesperrt werden sollen. Danach geht es um Fachräume mehrerer Schulen am Berufsschulzentrum: um den gesamten ersten Stock des betroffenen Gebäudeteils mit Ausnahme eines angeschlossenen Rundbaus. Ob die Sperrung in genau diesem Umfang umgesetzt wurde, ist bislang nicht bestätigt.

Weitere Messungen im Erdgeschoss und in den Obergeschossen

Parallel hat der Landkreis weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben. Sie sollen klären, woher die Asbestfasern stammen und ob weitere Bereiche des Schulgebäudes betroffen sind. Vorgesehen sind zusätzliche Raumluftmessungen im Erdgeschoss und in den oberen Geschossen sowie Untersuchungen von Oberflächen.

Als mögliche Ursache steht nach Darstellung des Landratsamts unter anderem die seit längerem stillgelegte Lüftungsanlage im Fokus. Eine abschließende Bewertung sei erst nach Abschluss der weiteren Untersuchungen möglich.

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Das betroffene Gebäude. Foto: Peter Arnegger

Auswirkungen auf den Unterricht offen

Ob die Sperrung den Unterrichtsbetrieb beeinträchtigt, ist nach Angaben des Landkreises derzeit nicht abschließend zu sagen. Unterrichtsausfälle könnten aktuell nicht ausgeschlossen werden. Lehrkräfte, Eltern und Schüler werden nach Auskunft des Landratsamts separat von den Schulleitungen über die Schul-App informiert. Das sei der direkteste Weg. Der Landkreis kündigte weitere Informationen an, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen.

Hintergrund: Asbest in Gebäuden

Asbest wurde in Deutschland über Jahrzehnte als Baustoff verwendet, unter anderem wegen seiner Hitzebeständigkeit. Seit 1993 ist die Verwendung verboten. In älteren Gebäuden ist das Material vielfach noch verbaut – etwa in Dämmungen, Bodenbelägen, Dichtungen oder Bauteilen von Lüftungsanlagen. Gefährlich wird Asbest vor allem dann, wenn Fasern freigesetzt und eingeatmet werden. Sie gelten als krebserregend; Erkrankungen treten oft erst Jahrzehnte später auf. Maßnahmen wie Sperrungen und Nachmessungen sind in solchen Fällen das übliche Vorgehen, bis die Quelle geklärt ist.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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