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Asbest am Berufsschulzentrum Rottweil: Werkstätten wieder frei, Teile bleiben gesperrt

Keine neuen auffälligen Messwerte, rund 80 weitere Messungen beauftragt: Wann der Unterricht vor Ort wieder voll läuft, ist offen.

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Der betroffene Gebäudekomplex. Foto: Peter Arnegger

Das Berufsschulzentrum Rottweil bleibt auch in der kommenden Woche teilweise geschlossen. Das vom Landkreis beauftragte Ingenieurbüro hat aber inzwischen die Werkstätten freigegeben. Bei den weiteren Untersuchungen sind nach Angaben des Landratsamts keine zusätzlichen auffälligen Messwerte aufgetaucht.

Rottweil. Damit steht wieder ein größerer Teil des Gebäudekomplexes an der Heerstraße zur Verfügung. Die Mensa und der Große Saal waren von den Sperrungen ohnehin nicht betroffen. Das teilte das Landratsamt Rottweil am Donnerstag mit.

Arbeiten konzentrieren sich auf den Rundbau

Derzeit geht es vor allem um sogenannte Übergangsbereiche, insbesondere im Rundbau. Dort werden laut Landkreis Fachreinigungen und weitere Messungen vorbereitet. Ziel sei, im Laufe der kommenden Woche weitere Bereiche freigeben zu können.

Insgesamt hat der Landkreis als Schulträger rund 80 zusätzliche Messungen veranlasst. Sie sollen die verschiedenen Bereiche des Gebäudes umfassend überprüfen und weitere Freigaben fachlich absichern, so das Landratsamt.

Kein Termin für die vollständige Rückkehr

Wann und in welchem Umfang der Unterricht vor Ort wieder beginnen kann, lässt der Landkreis offen. Das hänge von den Ergebnissen der laufenden Untersuchungen und den Freigaben durch das Ingenieurbüro ab.

Wie der Unterricht in der kommenden Woche organisiert wird, erfahren Schülerinnen, Schüler und Eltern direkt von den Schulleitungen. Im Berufsschulzentrum sind die Erich-Hauser-Gewerbeschule und die Nell-Breuning-Schule untergebracht.

Zum Hintergrund

Bei Raumluftmessungen waren im September im ältesten Bauabschnitt erhöhte Konzentrationen von Asbestfasern festgestellt worden, vor allem in den Toiletten. In elf von 47 Messpunkten lagen die Werte über 1000 Fasern pro Kubikmeter. Seit Beginn des Schuljahres steht das Berufsschulzentrum deshalb weitgehend leer, betroffen sind rund 3000 Schülerinnen und Schüler.

Der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Heinz-Joachim Adam, sieht nach eigener Einschätzung keine realistische Gesundheitsgefahr. Saniert werden soll trotzdem, abschließend nach bisheriger Planung wohl in den Sommerferien 2027.

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Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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