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Regierungspräsident Carsten Gabbert (rechts) hat Landrat Christoph Keckeisen den Förderbescheid in Freiburg übergeben. Foto: Regierungspräsidium Freiburg

Radweg Rotenzimmern–Leidringen: 2,92 Millionen Euro Förderung, Bau ab Frühjahr 2027

Auf 300 Metern wird dafür der Fels angeschnitten. Die Kosten liegen rund 1,5 Millionen Euro unter der Planung vom Juni.

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Der geplante Rad- und Gehweg zwischen Dietingen-Rotenzimmern und dem Rosenfelder Ortsteil Leidringen ist finanziert: Bund und Land geben 2,92 Millionen Euro dazu. Die Gesamtkosten liegen bei rund 3,2 Millionen Euro – und damit deutlich unter den Zahlen, die noch im Sommer genannt wurden. Gebaut werden soll ab Frühjahr 2027.

Kreis Rottweil/Zollernalbkreis – Den Zuwendungsbescheid hat Freiburgs Regierungspräsident Carsten Gabbert am Mittwoch an den Rottweiler Landrat Christoph Keckeisen übergeben. Der war zu seinem Antrittsbesuch beim Regierungspräsidium in Freiburg. Das teilt das Regierungspräsidium mit.

Zuständig ist Freiburg, weil der längere Teil der Neubaustrecke im Kreis Rottweil liegt. Der Zollernalbkreis gehört zum Regierungsbezirk Tübingen – das Projekt überschreitet also nicht nur eine Kreis-, sondern auch eine Regierungsbezirksgrenze.

Bisher auf der Fahrbahn

Der Weg soll 1,4 Kilometer lang und 2,5 Meter breit werden. Er verläuft entlang der Kreisstraßen K 5562 und K 7176 vom Ortsende Rotenzimmern bis zum Ortseingang Leidringen. Bislang müssen Radfahrer auf der kurvigen, ansteigenden Strecke auf der Fahrbahn fahren.

Platz ist knapp: Zwischen Kreisstraße und dem teils felsigen, bewaldeten Hang bleibt wenig Raum. Auf 300 Metern Länge wird deshalb der Fels angeschnitten, damit Radweg und ein Sicherheitstrennstreifen zur Straße hineinpassen. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2027 beginnen und bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Der Abschnitt gilt als Lücke in der Radverbindung zwischen Rottweil und Balingen.

Kosten deutlich gesunken

Getragen wird das Projekt von den Landkreisen Rottweil und Zollernalb, der Gemeinde Dietingen und der Stadt Rosenfeld. Sie teilen Kosten und Fördergeld untereinander auf. Bei rund 3,2 Millionen Euro Gesamtkosten und 2,92 Millionen Euro Zuschuss bleiben rechnerisch knapp 300.000 Euro bei den vier Partnern. Wie sich dieser Betrag aufteilt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Zur Einordnung: Als der Umwelt- und Technikausschuss des Rottweiler Kreistags Ende Juni grünes Licht gab, war noch von 4,68 Millionen Euro Gesamtkosten und etwas über 2,4 Millionen Euro Förderung die Rede. Für Dietingen und den Landkreis Rottweil waren damals jeweils 394.000 Euro Eigenanteil eingeplant. Warum die Kosten nun rund 1,5 Millionen Euro niedriger angesetzt sind, erklärt die Mitteilung nicht.

Unumstritten war das Projekt nicht. Im Dietinger Gemeinderat hatten im Mai mehrere Mitglieder Zweifel geäußert, ob der Radweg genug genutzt werde, um die Kosten zu rechtfertigen. Die Mehrheit entschied sich dennoch, die Planung fortzusetzen.

Das sagen die Beteiligten

Regierungspräsident Gabbert sprach von einem Beitrag zur nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum. Das grenzüberschreitende Vorhaben sei ein Beispiel für die Zusammenarbeit der Verwaltungsebenen.

Landrat Keckeisen sagte: „Mit dem neuen Radweg schließen wir eine wichtige Lücke und schaffen vor allem mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer.“ Die hohe Förderung ermögliche „eine echte Verbesserung für die Menschen vor Ort“.

Sein Zollernalb-Kollege Günther-Martin Pauli nannte den Weg einen „Lückenschluss im überregionalen Rad- und Fußwegenetz“, der zeige, was möglich sei, wenn Infrastruktur über Kreisgrenzen hinweg geplant werde.

Früher auf NRWZ.de: Radweg zwischen Rotenzimmern und Leidringen ist beschlossen · Dietinger Gemeinderat macht weiter – trotz Kritik an Nutzen

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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