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Schramberg sucht Lösung für Tempo 30 und Regiobus-Anschluss

Tempo 30 soll den Verkehrslärm in Schramberg reduzieren. Doch die Stadt befürchtet Nachteile für wichtige Regiobus-Anschlüsse. Nun könnte ein Landesprojekt neue Erkenntnisse liefern.

Unser Bild zeigt von links: Martin Schiefelbusch (NVBW), Susanne Gwosch (Stadtverwaltung), Veronika Schneider (Stadtverwaltung), Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Michael Öhmann (Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg), Eugen Göller (Bürgerbus Schramberg e.V.), Joschka Joos (Stadtverwaltung). Foto: Stadt Schramberg, pm
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Wie lassen sich Tempo-30-Zonen zum Schutz vor Verkehrslärm umsetzen, ohne wichtige Busverbindungen zu gefährden? Darüber haben Vertreter des baden-württembergischen Verkehrsministeriums, der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und der Stadt Schramberg gesprochen. Dabei wurde auch eine mögliche Teilnahme an einem landesweiten Pilotprojekt thematisiert, berichtet die Stadtverwaltung.

Bei einem Besuch in Schramberg haben Vertreter des baden-württembergischen Verkehrsministeriums und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) mit der Stadtverwaltung über aktuelle Mobilitätsthemen beraten. Im Mittelpunkt stand ein Zielkonflikt, der viele Kommunen beschäftigt: Einerseits sollen Tempo-30-Regelungen die Bevölkerung besser vor Verkehrslärm schützen, andererseits dürfen wichtige Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr nicht beeinträchtigt werden.

Konkret geht es in Schramberg um den Lärmaktionsplan der Stadt. Dieser sieht an mehreren Stellen Geschwindigkeitsreduzierungen vor. Nach Einschätzung von Fachbehörden könnten längere Fahrzeiten jedoch Auswirkungen auf den Regiobusverkehr haben. Besonders kritisch wäre dies für die Anschlüsse an den Schienenverkehr in Rottweil sowie für den zentralen Busbahnhof in Schramberg.

Michael Öhmann, Referatsleiter im Verkehrsministerium, und Martin Schiefelbusch von der NVBW zeigten sich nach Angaben der Stadt mit der Problematik vertraut. Aus Sicht des Landes treffen hier zwei berechtigte Interessen aufeinander: der Schutz der Anwohner vor Verkehrslärm und die Sicherstellung eines zuverlässigen öffentlichen Verkehrsangebots.

Als möglichen Lösungsansatz stellte Öhmann ein geplantes Landesprojekt vor. Dabei sollen die tatsächlichen Auswirkungen von Tempo-30-Regelungen auf Busfahrzeiten und Anschlüsse untersucht werden. Gleichzeitig sollen Maßnahmen identifiziert werden, mit denen Busse auf ihren Strecken beschleunigt werden können. Nach Angaben des Ministeriums könnte sich Schramberg gemeinsam mit dem Landkreis Rottweil für eine Teilnahme bewerben. Eine Ausschreibung wird noch im Laufe des Sommers erwartet.

Bürgerbus als wichtiger Baustein

Vor dem Gespräch im Rathaus hatten die Besucher gemeinsam mit Vertretern des Bürgerbusvereins eine Fahrt mit dem Schramberger Bürgerbus unternommen. Das Angebot ergänzt den öffentlichen Nahverkehr insbesondere für Menschen, die nicht direkt an reguläre Buslinien angebunden sind.

Der Bürgerbus Schramberg wird von Ehrenamtlichen betrieben und ist seit Jahren ein essentieller Bestandteil der lokalen Mobilität. Für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs hatte das Land Baden-Württemberg einen Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro bewilligt.

Die Diskussion im Rathaus machte deutlich, dass die Stadt künftig sowohl den Lärmschutz als auch die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs im Blick behalten muss. Ob Schramberg an dem geplanten Landesprojekt teilnehmen wird, dürfte sich in den kommenden Monaten entscheiden.

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Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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