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Zwei Biogasanlagen aus dem Kreis Rottweil erhalten Förderzuschlag

Förderzusage für Eschbronn und Vöhringen: Zwei Biogasanlagen aus dem Kreis Rottweil erhalten den Zuschlag der Bundesnetzagentur – die Branche sieht dennoch Herausforderungen.

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Zwei Biogasanlagen aus dem Landkreis Rottweil haben bei der ersten Biomasse-Ausschreibung des Jahres 2026 einen Zuschlag der Bundesnetzagentur erhalten. Profitieren werden die Biogasanlage Rapp in Eschbronn sowie die Energiewerke Mühlbachhof GbR in Vöhringen. Die Entscheidung sichert den Anlagenbetreibern für die kommenden Jahre Einnahmen aus der staatlichen Förderung.

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse ihrer ersten Ausschreibung für Biomasseanlagen im Jahr 2026 veröffentlicht. Zu den erfolgreichen Bewerbern gehören auch zwei Anlagen aus der Region: die Biogasanlage Rapp in Eschbronn mit einer bezuschlagten Leistung von 310 Kilowatt sowie die Energiewerke Mühlbachhof GbR in Vöhringen mit 3804 Kilowatt.

Mit dem Zuschlag erhalten die Betreiber die Möglichkeit, weiterhin von den Fördermechanismen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu profitieren. Die Ausschreibungen sollen sicherstellen, dass Biomasseanlagen wirtschaftlich betrieben und gleichzeitig die Stromversorgung stabilisiert werden können.

Biogasanlagen gelten als wichtiger Bestandteil des Energiesystems, da sie Strom bedarfsgerecht erzeugen können. Anders als Wind- oder Solaranlagen sind sie nicht unmittelbar vom Wetter abhängig und können gezielt dann einspeisen, wenn wenig Strom aus anderen erneuerbaren Quellen verfügbar ist.

Der Rottweiler Grünen-Landtagsabgeordnete Artur Eichin begrüßte die Zuschläge für die beiden Anlagen – sein Büro gab die Förderzusage zugleich bekannt. Zudem verwies er auf Schwierigkeiten innerhalb der Branche. Nach seinen Angaben fallen in diesem Jahr mehrere kleinere Biogasanlagen aus der bisherigen Förderung heraus. Dies könne insbesondere für kleinere Betreiber wirtschaftliche Probleme verursachen.

Die Diskussion um die Zukunft der Bioenergie wird bundesweit geführt. Während Befürworter auf die flexible Stromerzeugung und die Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe verweisen, kritisieren Branchenvertreter seit längerem die aus ihrer Sicht zu geringen Ausschreibungsvolumina. Die Bundesnetzagentur vergibt die Zuschläge nach einem Wettbewerbsverfahren, bei dem die wirtschaftlichsten Gebote berücksichtigt werden.

Für den Landkreis Rottweil bedeuten die aktuellen Zuschläge zunächst, dass mehr als vier Megawatt Biogas-Leistung in der Region weiterhin abgesichert sind. Die Anlagenbetreiber erhalten dadurch eine langfristigere Planungsperspektive.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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