Der „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag fiel heuer in Rottweil etwas kleiner aus – viele waren ja bereits am Vorabend zu besichtigen. Aber auch am Sonntag lohnte es sich, die offenen Denkmäler anzuschauen. Wir haben zwei in Rottweil besucht.

Rottweil/Neukirch – Ein Baudenkmal mit lebhafter Nutzung: In der Altstadt, am „Graben“, steht das 1652 erbaute Fachwerkhaus. Hier ist seit dem vorigen Jahr der Waldorfkindergarten daheim. Zwei Ü3, eine U3-Gruppe sowie, neu seit Juni, eine Eltern-Kinder-Spielgruppe sind in dem sorgfältige renovierten Denkmal untergebracht. In mehreren Führungen und mit einer „Mini-Matinee“ wurde das Haus den Besuchern nähergebracht.

Im Gegensatz dazu das Denkmal in Neukirch: Der Brunnenschacht ist normalerweise nicht zu sehen. Eigens für den Tag des offenen Denkmals wurde er freigelegt. Aloysius Fisahn vom Kulturkreis Neukirch gab nähere Auskunft: Vier Meter tief, Wasserstand 1,35 Meter. Angelegt wurde der Brunnen im 17. Jahrhundert als einer von mehreren Brunnen. Der Brunnenschacht aus handgehauenen Natursteinen ist ohne Mörtel verkeilt. Nachdem Neukirch an die Wasserversorgung angeschlossen war, gab es keine Verwendung mehr für die Brunnen. Jetzt dient er als bedeutendes Zeugnis der dezentralen Wasserversorgung im ländlichen Raum, wie das Informationsblatt des Landkreises verrät.

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