Die Gemeinschaftskläranlage Schramberg–Hardt–Lauterbach steht vor umfangreichen Investitionen. Bei einem Besuch vor Ort informierten sich Mitglieder der CDU-Gemeinderatsfraktion Lauterbach über die geplanten Erweiterungen, die Kosten und die künftigen Anforderungen an die Abwasserreinigung.
Lauterbach/Schramberg. Die Gemeinschaftskläranlage Schramberg–Hardt–Lauterbach wird derzeit erweitert. Nach Angaben der Anlagenleitung sind dafür Investitionen von rund 22 Millionen Euro vorgesehen. Über den Stand der Arbeiten und die künftigen Herausforderungen informierten sich jetzt vier Mitglieder der CDU-Gemeinderatsfraktion Lauterbach bei einem Besuch der Anlage.
Die Kläranlage nahe dem Rappenfelsen wurde 1958 errichtet und arbeitet heute mit mechanischer, chemischer und biologischer Reinigungsstufe. Nach Angaben der Verantwortlichen laufen derzeit Maßnahmen zur Erweiterung der Anlage. Perspektivisch soll die Reinigung um weitere Verfahren ergänzt werden, die unter anderem Mikroplastik und andere Spurenstoffe besser aus dem Abwasser entfernen können.
Anlagenleiter Claudius Bauknecht und sein Stellvertreter Roman Haberstroh erläuterten den Kommunalpolitikern die technischen Anforderungen und die Gründe für die Investitionen. Die gesetzlichen Vorgaben an die Abwasserreinigung seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
CDU-Fraktionsvorsitzender Rolf Buchholz erklärte laut Mitteilung, der Besuch habe dazu gedient, sich über die anstehenden Kosten und die Hintergründe der Maßnahmen zu informieren. Die Gemeinderäte müssten Entscheidungen über Gebühren und Investitionen nachvollziehen können.
Nach Einschätzung von Roman Haberstroh seien größere Gemeinschaftsanlagen wirtschaftlicher als mehrere kleinere Einzelanlagen. Deshalb habe sich das Modell der gemeinsamen Kläranlage für Schramberg, Hardt und Lauterbach bewährt.
Thema des Besuchs war außerdem die seit Jahren diskutierte Abwassererschließung des Gebiets Mooswald. Nach Angaben der CDU setzt sich die Partei weiterhin für einen Anschluss der dortigen Höfe an das öffentliche Netz ein. Nach Darstellung der Christdemokraten stehen naturschutzrechtliche Vorgaben einer Umsetzung bislang entgegen.
Die Gemeinschaftskläranlage übernimmt die Abwasserreinigung für mehrere Kommunen im oberen Schiltachtal. Mit den geplanten Investitionen soll die Anlage auf zukünftige Anforderungen vorbereitet werden.
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