In Epfendorf-Harthausen hat eine sogenannte Teerkolonne am Freitagnachmittag Arbeiten an einer privaten Einfahrt begonnen und anschließend die Baustelle verlassen, nachdem die Polizei eingeschaltet worden war. Nach Angaben der Polizei war zuvor eine Bezahlung in bar gefordert worden. Die Beamten nutzen den Vorfall, um vor unseriösen Haustürgeschäften zu warnen.
Ein 41-jähriger Bewohner von Harthausen wurde laut Polizeipräsidium Konstanz bereits am Mittag von einem Mann angesprochen, der anbot, seine Einfahrt neu zu teeren. Nach einer mündlichen Vereinbarung begannen mehrere Arbeiter mit zwei Fahrzeugen die Arbeiten auf dem Grundstück.
Im Verlauf des Nachmittags kam es nach Angaben der Polizei zu Unstimmigkeiten bei der Bezahlung. Als der vereinbarte Betrag in bar verlangt worden sei, der Auftraggeber jedoch auf eine Rechnung beziehungsweise eine Überweisung bestanden habe, sei er misstrauisch geworden und habe die Polizei verständigt.
Noch bevor die Beamten eintrafen, verließen die Arbeiter die Baustelle. Die begonnenen Arbeiten wurden nicht fertiggestellt. Geld sei nach Angaben der Polizei nicht geflossen.
Die Polizei spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten Teerkolonne. Dabei handelt es sich um Gruppen, die häufig unangekündigt an Haustüren erscheinen und vermeintlich günstige Handwerksarbeiten anbieten. Immer wieder kommt es dabei zu Beschwerden über überhöhte Forderungen, mangelhafte Arbeiten oder fehlende Rechnungen.
Die Polizei rät deshalb, Handwerksleistungen nicht spontan an der Haustür zu beauftragen. Verbraucher sollten auf schriftliche Angebote bestehen, die Kontaktdaten des Unternehmens prüfen und sich nicht zu sofortigen Entscheidungen oder Barzahlungen drängen lassen.
Ob gegen die beteiligten Personen ermittelt wird, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor.
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