Unter dem Leitwort „Leben teilen – Zukunft teilen“ haben die katholischen Kirchengemeinden Auferstehung Christi und Heilig Kreuz Rottweil gemeinsam mit St. Maria Hausen, Peter und Paul Neukirch sowie den italienischen, kroatischen und polnischen muttersprachlichen Gemeinden einen gemeinsamen Gottesdienst gefeiert.
Wegen der hochsommerlichen Temperaturen fand die Feier am Sonntag nicht wie gewohnt auf der Wiese hinter der Kirche Auferstehung Christi statt, sondern im Kirchengebäude selbst. Die musikalische Gestaltung übernahm die SE IV Big-Band unter der Leitung von Patrick Mink.
Insgesamt sechs Priester und ein Diakon standen der Eucharistiefeier vor, die von einem Gottesdienstteam vorbereitet und von Pfarrer Timo Weber geleitet wurde. Inhaltlich stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Kirche der Zukunft aussehen kann.
Gemeindereferentin Sigrun Mei eröffnete die Predigt mit einem Austausch der Gottesdienstbesucher. Anhand vorgegebener Begriffspaare diskutierten die Teilnehmer ihre Vorstellungen und Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der Kirche. Pfarrer Weber griff die Ergebnisse der Gespräche auf und stellte sie im Plenum vor.
Anschließend sprach Pastoralreferentin Nina Strasser über den laufenden Zukunftsprozess innerhalb der Kirche. Dieser sei noch nicht abgeschlossen und lasse Raum für unterschiedliche Entwicklungen. Das Fundament bleibe jedoch unverändert: Kirche müsse sich weiterhin an Jesus Christus orientieren und „jesusmäßig, geistesgegenwärtig und gottvertrauend“ handeln. Der Wandel erfordere von allen Beteiligten Kraft, Mut und Vertrauen.
Statt klassischer Fürbitten trugen Vertreter der muttersprachlichen Gemeinden Gebete vor, die Hoffnungen und Sorgen auf dem künftigen Weg der Kirche zum Ausdruck brachten. Darin hieß es unter anderem: „Im Vertrauen auf Dich wollen wir gemeinsam suchen und mit unseren Zweifeln ringen und unsere Ängste in neu aufblühender Hoffnung bergen.“

Auch die Kommunionkinder wurden in die Feier eingebunden. Sie sprachen ein Gebet und brachten ihre Andachtsgegenstände zur Segnung mit. Für die jüngeren Kinder gab es parallel ein eigenes Angebot mit der „Eule Helena“ in einem Nebenraum.
Nach dem Gottesdienst kamen die Besucher bei Essen und Getränken zusammen. Die muttersprachlichen Gemeinden hatten ein internationales Speisenangebot vorbereitet – von Cevapcici bis Pasta al forno. Angesichts der sommerlichen Temperaturen war besonders der Getränkestand stark frequentiert. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, drinnen und draußen miteinander ins Gespräch zu kommen und den Tag in Gemeinschaft ausklingen zu lassen.
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