Mehr als 700.000 Kilometer gemeinsam erradelt

Rekordergebnis beim STADTRADELN im Landkreis Rottweil – mehr Teilnehmende, mehr Teams und jede Menge Gemeinschaftsgeist

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Die Stadtverwaltung Rottweil machte wieder beim STADTRADELN mit, von links Tanja Bitterwolf, Viktoria Bossert, Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf, Emma Dorn vom Mobilitätsteam, Tanja Lemke sowie Alexander Stengelin (Foto: Stadt Rottweil / Bisinger)

2860 aktive Radelnde, 196 Teams und 704.417 Kilometer: Das STADTRADELN 2026 im Landkreis Rottweil ist mit einem starken Ergebnis zu Ende gegangen. Bei der landkreisweiten Abschlussveranstaltung wurden die erfolgreichsten Teams, Schulen und Einzelradler ausgezeichnet.

Kreis Rottweil – Die Bilanz zeigt: Die Freude am gemeinsamen Radeln wächst. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der gefahrenen Kilometer um rund acht Prozent. Auch die Zahl der Teilnehmenden legte um rund sieben Prozent zu. Durch die zurückgelegten Strecken wurden rechnerisch rund 115 Tonnen CO₂ vermieden. Zum Vergleich: Eine Tonne CO₂ entspricht etwa den Emissionen einer Flugreise von Frankfurt nach Lissabon.

„Mehr als 700.000 Kilometer sind ein großartiges Ergebnis. Dahinter stehen viele Menschen, die das Fahrrad in ihren Alltag eingebaut und gemeinsam Kilometer für ihren Verein, ihr Unternehmen, ihre Schule oder ihre Kommune gesammelt haben“, sagte Landrat Christoph Keckeisen. „Das STADTRADELN verbindet Bewegung, Teamgeist und Klimaschutz – und vor allem macht es sichtbar, wie viele Menschen im Landkreis gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind.“

Besonders spannend war erneut das Rennen um die Spitze der Kommunalwertung. Gewertet wurden dabei die geradelten Kilometer im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Mit 16,43 Kilometern je Einwohner setzte sich Schiltach knapp gegen Aichhalden mit 15,85 Kilometern durch. Gerade einmal 0,58 Kilometer je Einwohner trennten die beiden Kommunen.

Auf den weiteren Plätzen folgten Dornhan mit 7,55 Kilometern, Rottweil mit 6,67 Kilometern und Lauterbach mit 6,50 Kilometern je Einwohner. Lauterbach war in diesem Jahr erstmals beim STADTRADELN dabei und schaffte es trotz der anspruchsvollen Topografie auf Anhieb unter die fünf besten Kommunen.

Auch bei den Teams wurden beachtliche Strecken zurückgelegt. Der Tennisclub Aichhalden-Rötenberg sammelte insgesamt 19.818 Kilometer und sicherte sich damit wie bereits im Vorjahr den ersten Platz in der Gesamtwertung. Zudem unterstützte der Verein tatkräftig die landkreisweite Auftaktveranstaltung in Aichhalden und führte unter anderem eine gemeinsame Radtour an. In der Wertung nach Kilometern pro Kopf hatte das Team „ü180 Power“ mit 2.142 Kilometern je Mitglied die Nase vorn.

Bei den Unternehmen erreichte die VEGA Grieshaber KG mit 854 Fahrten den ersten Platz. In der Familienwertung setzte sich erneut das Team „easyRiderz“ durch: Mit 801 Kilometern pro Kopf verteidigte es seinen Spitzenplatz aus dem vergangenen Jahr.

Kräftig in die Pedale getreten wurde auch beim Schulradeln. Das Droste-Hülshoff-Gymnasium Rottweil absolvierte insgesamt 2183 Fahrten und belegte damit den ersten Platz in dieser Wertung. Als besondere Auszeichnung erhält die Schule einen durch die Initiative RadKULTUR geförderten Radservicepunkt. Dort können künftig kleinere Reparaturen an Fahrrädern direkt an der Schule vorgenommen werden. In der Pro-Kopf-Wertung des Schulradelns belegte die Grundschule Aistaig in Oberndorf am Neckar mit 55 Kilometern je Mitglied der Schulgemeinschaft den ersten Platz. In die Schulwertung fließen die Leistungen der gesamten Schulgemeinschaft ein.

Ausdauer bewies auch Martin Schuhmann, der für die Grundschule Aistaig Kilometer sammelte, weil sein Sohn dort Schüler ist: Mit 3.065,6 Kilometern legte er im Aktionszeitraum die längste Strecke aller Einzelradler im Landkreis zurück. Valentin Vollmer kam mit 154 Fahrten auf die höchste Fahrtenzahl.

Wie sich drei Wochen ohne Auto im Alltag anfühlen, erprobte STADTRADELN-Star Nevin Nadya Souli. Für diese Zeit stellte ihr der ADFC eines seiner beiden Lastenräder zur Verfügung. Beide Lastenräder können kostenlos ausgeliehen werden. Weitere Informationen gibt es unter https://lastundlos.de/. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen während des Aktionszeitraums hielt sie im Blog der STADTRADELN-Stars unter https://www.stadtradeln.de/blog fest.

Zum Abschluss dankte Landrat Keckeisen allen Radelnden für ihr großes Engagement, den beteiligten Kommunen und Koordinatoren sowie den Unterstützern und Sponsoren der Aktion. Ein besonderer Dank galt der Kreisverkehrswacht, die erneut ihr Gelände für die Abschlussveranstaltung zur Verfügung stellte und tatkräftig bei der Durchführung unterstützte. Auch die Freie Waldorfschule Rottweil trug mit der Ausrichtung der landkreisweiten Auftaktveranstaltung zum Gelingen des STADTRADELN 2026 bei.

Bei einer Tombola, der Möglichkeit zum Probefahren mit dem Lastenrad des ADFC und vielen Gesprächen klang die Aktion in geselliger Runde aus. Nach drei Wochen voller Bewegung und Teamgeist steht bereits jetzt fest: Der Landkreis Rottweil ist auch 2026 gemeinsam kräftig in die Pedale getreten.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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