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Neue Betrugswelle in Baden-Württemberg: Kriminelle geben sich als Bankberater und Pflegeexperten aus

Gefälschte Bankanrufe und angebliche Pflegeberater: Polizei und Pflegestützpunkt warnen vor einer aktuellen Betrugswelle in Baden-Württemberg.

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Telefonbetrüger setzen derzeit auf immer raffiniertere Methoden. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt vor einer Masche, bei der Täter mit gefälschten Bankrufnummern Konten plündern. Gleichzeitig meldet der Pflegestützpunkt des Landkreises Rottweil Fälle, in denen sich Betrüger als Pflegeberater ausgeben. Besonders ältere Menschen geraten dabei ins Visier der Kriminellen.

Wer einen Anruf von seiner Bank erhält, vermutet zunächst nichts Böses. Genau auf dieses Vertrauen setzen derzeit Betrüger in ganz Deutschland. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt vor einer neuen Welle sogenannter „Spoofing“-Anrufe, bei denen Kriminelle echte Telefonnummern von Banken vortäuschen und sich als Mitarbeiter von Kreditinstituten ausgeben.

Nach Angaben der Ermittler behaupten die Anrufer häufig, es gebe ein Sicherheitsproblem beim Online-Banking oder eine dringend notwendige Aktualisierung. Die Betroffenen werden anschließend aufgefordert, eine App aus dem App Store herunterzuladen und sich mit vorgegebenen Zugangsdaten anzumelden.

Was zunächst wie ein Sicherheitsupdate erscheint, kann gravierende Folgen haben. Über die installierten Anwendungen verschaffen sich die Täter Zugriff auf Bankkonten. Nach Erkenntnissen der Polizei werden dabei digitale Zahlungskarten eingerichtet, mit denen anschließend Einkäufe oder Bargeldabhebungen vorgenommen werden können.

Täter nutzen Vertrauen gezielt aus

Besonders perfide: Auf dem Display erscheint oft tatsächlich die Telefonnummer der eigenen Bank. Möglich wird dies durch sogenanntes Call-ID-Spoofing. Dabei manipulieren Kriminelle die angezeigte Rufnummer, um Seriosität vorzutäuschen.

Nach Angaben des Landeskriminalamts wurden seit Mai 2025 landesweit zahlreiche vergleichbare Fälle registriert. Die Ermittler beobachten einen deutlichen Anstieg dieser Betrugsform auch in Baden-Württemberg.

Doch nicht nur Banken werden derzeit von Kriminellen als Tarnung genutzt.

Warnung des Pflegestützpunkts im Landkreis Rottweil

Der Pflegestützpunkt des Landkreises Rottweil warnt aktuell vor einer weiteren Betrugsmasche. Dabei geben sich Anrufer als Mitarbeitende von Pflegestützpunkten aus und versuchen, sensible Informationen zu erhalten.

Die Täter treten laut Pflegestützpunkt häufig freundlich und professionell auf. Sie bieten angebliche Hilfe bei Pflegeleistungen an, wollen bei Anträgen unterstützen oder kündigen Hausbesuche an. Ziel sei es, persönliche Daten zu erhalten oder Betroffene zu übereilten Entscheidungen zu bewegen.

„Die Betrüger nutzen das Vertrauen aus, das viele Menschen in Beratungsangebote rund um das Thema Pflege haben“, erklärt Natascha Schneider vom Pflegestützpunkt des Landkreises Rottweil.

Der Pflegestützpunkt stellt klar: Mitarbeitende rufen nicht unangekündigt an, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge anzubieten. Hausbesuche erfolgen ausschließlich nach vorheriger Absprache und auf Wunsch der Ratsuchenden. Zudem werden grundsätzlich keine Verträge abgeschlossen oder kostenpflichtige Leistungen verkauft.

Besonders Senioren im Fokus

Verbraucherschützer und Polizei beobachten seit Jahren, dass Telefonbetrüger gezielt ältere Menschen ansprechen. Dabei wechseln die Geschichten und Vorwände regelmäßig. Mal geben sich die Täter als Polizeibeamte aus, dann als Bankberater, Pflegeexperten oder Mitarbeitende von Behörden.

Gemeinsam haben die Betrugsversuche fast immer drei Merkmale:

  • Es wird ein Gefühl von Dringlichkeit erzeugt.
  • Die Betroffenen sollen persönliche Daten preisgeben.
  • Die Anrufer versuchen, Druck aufzubauen und schnelles Handeln zu erzwingen.

Experten raten deshalb, bei unerwarteten Anrufen grundsätzlich skeptisch zu bleiben.

So schützen Sie sich

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Pflegestützpunkt Landkreis Rottweil empfehlen:

  • Keine persönlichen oder finanziellen Daten am Telefon preisgeben.
  • Keine Apps auf Aufforderung unbekannter Anrufer installieren.
  • Sich nicht unter Druck setzen lassen.
  • Im Zweifel das Gespräch sofort beenden.
  • Banken oder Behörden ausschließlich über offiziell bekannte Telefonnummern kontaktieren.
  • Keine Hausbesuche mit unbekannten Anrufern vereinbaren.
  • Ältere Angehörige, Nachbarn und Bekannte über die Maschen informieren.
  • Kontobewegungen regelmäßig kontrollieren.

Wer bereits Opfer geworden ist, sollte umgehend seine Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Für Rückfragen steht der Pflegestützpunkt des Landkreises Rottweil unter der Telefonnummer 0741 / 244 474 zur Verfügung.

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Hinweis: Dieser Text ist aus Inhalten von NRWZ.de sowie mithilfe externer Quellen, ggf. unterstützt von künstlicher Intelligenz, verfasst worden.
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