Mit einem außergewöhnlich guten Gesamtergebnis hat das Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Gymnasium) Rottweil seinen Ausbildungsjahrgang 2025 verabschiedet. 89 angehende Gymnasiallehrkräfte erhielten im Festsaal der Gymnasien am Albertus-Magnus-Gymnasium ihre Zeugnisse. Der Notendurchschnitt des Jahrgangs lag bei 1,6.
Rottweil – 65 Referendarinnen und 24 Referendare hatten ihre Ausbildung im Januar 2025 mit einer dreiwöchigen Kompaktphase begonnen. Bei der Verabschiedung am 21. Juli blickte Seminardirektorin Ulrike Heller in ihrer Ansprache auf die vergangenen anderthalb Jahre zurück und wählte dafür das Bild einer Reise durch den Wald. Die Seminarausbilderinnen und -ausbilder bezeichnete sie als „Eulen“, die Orientierung gegeben hätten. Die Mitreferendarinnen und Mitreferendare seien als „Rehe“ zu Wegbegleitern geworden, die Trost spendeten und Freundschaften entstehen ließen. Der „Biber“ schließlich habe als Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis geholfen, Hindernisse zu überwinden.
Heller hob zudem die Bedeutung der Wertevermittlung im Referendariat hervor. Leitperspektiven wie Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratiebildung seien zentrale Bestandteile der Ausbildung.
Herausragende Prüfungsergebnisse
Die Abschlussnoten des Jahrgangs fielen besonders gut aus. Den besten Abschluss erreichte Mareike Duscha vom Hegau-Gymnasium Singen mit der Traumnote 1,0. Zwei Absolventen erzielten einen Notendurchschnitt von 1,05, vier schlossen mit 1,1 ab und 13 mit der Note 1,2.
Seminarpreis für innovative Unterrichtsideen
Zu Beginn der Feier wurden außerdem die Seminarpreise für besonders gelungene Unterrichtsvorhaben verliehen. Der Preis wird seit 1994 von der Stiftung „Innovatives Lernen und Lehren“ des ehemaligen Seminarleiters Dr. Helmut Frommer vergeben. Überreicht wurde er durch Stiftungsrat Martin Dürr.
Den ersten Preis erhielt Julie-Sophie Kräutle für ihr Projekt „Songwriting – Deinen Song für EINE WELT“. Das Unterrichtsvorhaben verbindet kreatives Arbeiten mit dem Leitgedanken der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Den zweiten Platz belegte Selina Winkler mit der Englisch-Unterrichtseinheit „The Passive Detective“. Mithilfe eines digitalen MicroMacro-Spiels erarbeiteten Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse spielerisch die Grammatik des Passivs.
Der dritte Preis ging an Melina Schwarz für ihre NwT-Unterrichtseinheit „Climate Engineering“. Im Mittelpunkt stand dabei eine technisch-ethische Risikoanalyse zum Thema Climate Engineering, verbunden mit kooperativen Lernformen.
Dank an Wegbegleiter
Nach der Zeugnisübergabe bedankten sich die Ausbildungspersonalräte des Jahrgangs, Franziska Stauß und Martin Zurnieden, bei Familien und Freunden, den Mentorinnen und Mentoren an den Schulen sowie den Seminarausbilderinnen und -ausbildern für deren Unterstützung während der Ausbildungszeit. Auch der Seminarleitung und der Verwaltung galt ihr Dank für die Begleitung und Organisation.
Musikalisch wurde die Feier vom Musikkurs des Jahrgangs 2026 unter Leitung von Ausbilderin Stefanie Diesch gestaltet. Mit eigens auf das Referendariat abgestimmten Liedtexten sorgten die Musikerinnen und Musiker für einen humorvollen Rückblick. Zu hören waren unter anderem „For the Longest Time“ von Billy Joel, „Alles nur geklaut“ von den Prinzen sowie zum Abschluss „Ein Tag wie Gold“ in der Version von Meret Becker und MEUTE.
Zum Ende der Feier erhielten alle Absolventinnen und Absolventen Rosen vom Förderverein des Seminars und vom Ausbildungspersonalrat. Sie sollen als Symbol für den erfolgreichen Abschluss und den bevorstehenden Einstieg in den Lehrerberuf stehen, den Franziska Stauß in ihrer Dankesrede als „Verantwortung und Privileg“ zugleich bezeichnete.
