Rund 25 ehrenamtlich Arbeitende haben das Gelände am Rosswasen zu dem gemacht, was es heute ist: eine öffentlich zugänglichen Grünoase am Rand der historischen Innenstadt. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die das Gelände in unzähligen Arbeitsstunden pflegen und das Haus Rosswasen 33 beleben, kommen vor allem aus den Umweltgruppen der Lokalen Agenda, aus NABU und BUND.
Rottweil – Beim monatlichen Treffen von Forum für Rottweil (FFR) führte Stadträtin Felicitas Bott Interessierte in die Entstehung und vielfältigen Aktivitäten der Lokalen Agenda und des Gartengrundstücks im Rosswasen ein. Selber seit einigen Jahren aktiv in der Lokalen Agenda, erläuterte sie die vielfältige Nutzung des Hauses durch Kinder- und Jugendgruppen sowie diverse Initiativen, die sich dort treffen.
Selten gewordener Lebensraum für Wildbienen
Bei einem Rundweg über das Gelände konnten die Besucherinnen und Besucher einen Eindruck gewinnen, wie ein naturnaher Garten heute aussehen kann. So wurde bereits bei der Auswahl der Pflanzen akribisch darauf geachtet, einheimische Sorten zu wählen, um invasiven Gewächsen keinen Raum zu geben. Das Sandarium inmitten des Geländes bietet als offene sonnige Sandfläche wärmeliebenden Tieren wie Wildbienen und Wespen Unterschlupf. So entstehe neben der Trockenmauer ein selten gewordener Lebensraum direkt im Garten. Zum Libellenparadies habe sich der kleine Teich neben dem Holzschuppen entwickelt, erklärte Bott. Das hätten auch schon Nachbarn bemerkt, die sich über die farbenprächtigen Besucher in ihren eigenen Gärten freuten.
Bott wies darauf hin, dass die Stadt das Gebäude im Rosswasen gekauft, saniert und den Umweltschutzgruppierungen zur Verfügung gestellt hat. Geländeumbau und Haussanierung seien durch LEADER-Mittel gefördert worden. Im Landesgartenschaujahr solle dort für Schulklassen der Naturlernort als Aktions- und Begegnungs-Treffpunkt entstehen. Die Lokale Agenda leiste damit einen großen Beitrag zur gelingenden Umsetzung des Landesgartenschauprogramms. Dazu gehöre im Übrigen auch der Gemeinschaftsgarten gegenüber der Ehemaligen Feuerwehr. Auch er wird von der Lokalen Agenda betreut.
FFR-Sprecher Michael Leibrecht betonte, dass die Ehrenamtlichen in ihrer kontinuierlichen Arbeit für die Stadt entsprechend unterstützt und nicht durch zusätzliche Kosten belastet werden sollten. Das Ehrenamt sei eine große Stärke der Rottweiler Stadtgesellschaft, die es zu pflegen gelte, um den Zusammenhalt zu stärken.
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