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Klassiker der neuen Musik mit hypnotischem Klangsog wird 30

Aufführung am Mittwoch, 17. Juni. Sein Komponist Gérard Grisey wäre heuer 80 geworden

Neue Generation: Emre Nurbeyler studiert an der HfM Trossingen und ist Pianist-Komponist, dessen preisgekrönte Werke gesellschaftliche Fragen – Klimapolitik, kollektives Gedächtnis, persönliche Transformation – mit experimenteller Klangarchitektur verbinden. Foto: hfm
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Mit der Komposition „Vortex Temporum“ von Gérard Grisey steht ein Klassiker der Neuen Musik im Mittelpunkt eines Konzerts in der Hochschule für Musik Trossingen. Am Mittwoch, 17. Juni, 19.30 Uhr widmen sich Studierende und Mitglieder des international renommierten Freiburger „ensemble recherche“ einem der einflussreichsten Komponisten der späten Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Er wäre 2026 achtzig Jahre alt geworden.

Trossingen – Zudem feiert der Meilenstein „Vortex Temporum“ das 30-jährige Jubiläum seiner Uraufführung durch das „ensemble recherche“. Übrigens hatte dessen Schöpfer Gérard Grisey seine ersten akademischen Schritte 1963 bis 1965 ausgerechnet als Akkordeonstudent am damaligen Trossinger Hochschulinstitut für Musik gemacht, bevor er ans berühmte Conservatoire nach Paris wechselte.

Doch auch der aktuelle komponierende Nachwuchs aus der Trossinger Kompositionsklasse von Prof. Sven Daigger ist im Konzert vertreten: Es erklingen zwei kammermusikalische Uraufführungen aus der Kompositionsklasse von Emre Nurbeyler und Zimu Li. „Side by side“, also „Seite an Seite“ ist das Prinzip betitelt, nach dem Trossinger Studierende gemeinsam mit den namhaften, auf Neue Musik spezialisierten „ensemble recherche“-Mitgliedern Åsa Åkerberg (Violoncello), Shizuyo Oka (Klarinette) und Klaus Steffes-Holländer (Klavier) das vielseitige Konzertprogramm in einem Workshop erarbeiten.

„Vortex Temporum“, das das ensemble recherche einst selbst uraufgeführt hat, zählt heute zu den Klassikern der Neuen Musik. Griseys Musik ist geprägt von spektralen Klangfarben und feinster Mikrotonalität, die Klänge in schimmernde Obertonstrukturen auflöst und die Zuhörerinnen und Zuhörer in einen hypnotischen Klangsog zieht. Die beiden Uraufführungen setzen dazu einen lebhaften Kontrast und zeigen die Vielfalt junger Komposition heute. Zimu Li, der seinen Bachelor zuvor in Wuhan (China) in Komposition abgelegt hat und nun im Master bei Prof. Sven Daigger studiert, nähert sich in „Nearness“ dem Spiel zwischen Nähe und Distanz. Emre Nurbeyler, aus der Türkei stammend, hatte zuvor in Trossingen Klavier studiert und setzt sich in seiner Komposition intensiv mit elektronischer Musik und KI auseinander. In „a dream i had“ nimmt er die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch wilde Traumwelten. Spannende Klangerlebnisse erwarten das Publikum. Der Eintritt ist frei.

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Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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