Mit hoher Geschwindigkeit, riskanten Überholmanövern und mehreren gefährlichen Situationen für andere Verkehrsteilnehmer hat sich ein bislang unbekannter Opel-Astra-Fahrer am Donnerstag einer Polizeikontrolle entzogen. Seine Flucht führte über die A 81, vorbei an Rottweil und Bad Dürrheim, bis in die Schweiz. Nun sucht die Polizei Zeugen und mögliche Geschädigte.
Eine außergewöhnliche Verfolgungsfahrt hat die Polizei am Donnerstag über mehrere Landkreise hinweg beschäftigt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums entzog sich der Fahrer eines grauen Opels Astra mit Kennzeichen aus dem Kyffhäuserkreis (KYF) einer Kontrolle an der Tank- und Rastanlage Schönbuch-West bei Nufringen. Eine genaue Uhrzeit nennt die Polizei bislang nicht. Wir haben nachgefragt und reichen die Angabe nach.
Anstatt den Anweisungen der Beamten Folge zu leisten, fuhr der Mann laut einem Bericht der Polizei zurück auf die A 81 und setzte seine Fahrt in Richtung Singen fort. Bereits kurz darauf soll er durch eine äußerst riskante Fahrweise aufgefallen sein. Nach aktuellem Stand drängte er im Bereich der Anschlussstelle Rottenburg eine Motorradstreife der Polizei ab.
Auch im Landkreis Rottweil kam es zu gefährlichen Situationen. Wie die Polizei mitteilt, nutzte der Flüchtige auf Höhe von Rottweil den Standstreifen, um mehrere Fahrzeuge rechts zu überholen. Dabei soll er Geschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern erreicht haben.
Die Verfolgungsfahrt setzte sich anschließend über das Autobahndreieck Bad Dürrheim und die A 864 fort. In Donaueschingen wechselte der Fahrer auf die B 27 in Richtung Blumberg. Dort umfuhr er laut Polizei sogar eine eingerichtete Sperrstelle im Bereich einer Baustelle.
Besonders brenzlig wurde die Lage auf der B 27 zwischen Donaueschingen und Blumberg. In einem einspurigen Abschnitt soll der Opel-Fahrer mehrfach die Gegenfahrbahn genutzt und dadurch entgegenkommende Verkehrsteilnehmer gefährdet haben.
Über die B 314 führte die Flucht schließlich weiter in Richtung Stühlingen. Dort gelang dem Fahrer die Einreise in die Schweiz, wo sich seine Spur verlor.
An der Fahndung waren Einsatzkräfte mehrerer Polizeipräsidien beteiligt. Auch ein Polizeihubschrauber unterstützte die Suche. Dennoch konnte der Fahrer bislang nicht identifiziert werden.
Warum der Mann vor der Kontrolle flüchtete, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg bittet Zeugen sowie Personen, die durch die Fahrweise des Opel-Fahrers gefährdet wurden, sich zu melden. Die Ermittlungen dauern an.
Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen sowie Personen, die von der Fahrweise des Tatverdächtigen gefährdet wurden. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0711 6869-0 oder per E-Mail an stuttgart-vaihingen.vpi@polizei.bwl.de entgegen.
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