Die Städte Rottweil und Freudenstadt wollen bei Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung künftig enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf und Adrian Sonder in Freudenstadt unterzeichnet. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen für digitale Verwaltungsprozesse zu entwickeln.
Freudenstadt/Rottweil. Die beiden Großen Kreisstädte Rottweil und Freudenstadt setzen bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungen auf Zusammenarbeit. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten die Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf und Adrian Sonder im Freudenstädter Rathaus.
Nach Angaben der Städte soll die Kooperation dazu beitragen, Erfahrungen und Fachwissen zu bündeln. Beide Verwaltungen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Einführung digitaler Prozesse, der Modernisierung von Arbeitsabläufen und der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen.
Der Austausch zwischen beiden Städten läuft nach Angaben der Beteiligten bereits seit mehreren Monaten. Dabei ging es unter anderem um Erfahrungen im Zusammenhang mit der Landesgartenschau in Freudenstadt und Baiersbronn im Jahr 2025. Rottweil wird im Jahr 2028 Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg sein.
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der Digitalisierung der Verwaltung. Dabei geht es nicht nur um die Umstellung von Papierakten auf digitale Systeme. Vielmehr müssen Verwaltungsabläufe neu organisiert und technische Lösungen mit anderen Behörden sowie externen Dienstleistern abgestimmt werden.
Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf sieht in der Zusammenarbeit die Möglichkeit, Doppelarbeit zu vermeiden. Viele Fragestellungen, etwa beim Datenschutz, beim Datenaustausch oder bei der Auswahl von Softwarelösungen, beträfen zahlreiche Kommunen gleichermaßen. Wenn bereits erprobte Lösungen vorlägen, könnten andere Städte davon profitieren.
Auf operativer Ebene sollen die Digitalisierungsbeauftragten beider Städte den Austausch koordinieren. Themen sind unter anderem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung, die Einführung elektronischer Akten, Schulungskonzepte für Beschäftigte sowie organisatorische Veränderungen in den Rathäusern.
Kommunen stehen bundesweit unter Druck, Verwaltungsleistungen stärker zu digitalisieren. Grundlage dafür ist unter anderem das Onlinezugangsgesetz, das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, zahlreiche Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten. Viele Städte und Gemeinden setzen dabei zunehmend auf Kooperationen, um Personal- und Kostenaufwand zu reduzieren.
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