Benachrichtigung

Rottweil und Freudenstadt vereinbaren Zusammenarbeit bei Digitalisierung der Verwaltung

Die beiden Großen Kreisstädte wollen Erfahrungen bei KI, E-Akte und digitalen Verwaltungsprozessen künftig systematisch austauschen.

Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.
Der Vertrag ist noch ganz klassisch auf Papier festgehalten – das futuristische Umfeld hat künstliche Intelligenz erzeugt: Die beiden Oberbürgermeister Adrian Sonder (Freudenstadt, links) und Dr. Christian Ruf (Rottweil) unterzeichneten eine Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit bei den Themen Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. Mit auf dem Bild sind die Digitalisierungsbeauftragten Tamara Schweizer und Dominik Pfanner. (Foto: Rath/Stadtverwaltung Freudenstadt und ChatGPT).

Die Städte Rottweil und Freudenstadt wollen bei Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung künftig enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf und Adrian Sonder in Freudenstadt unterzeichnet. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen für digitale Verwaltungsprozesse zu entwickeln.

Freudenstadt/Rottweil. Die beiden Großen Kreisstädte Rottweil und Freudenstadt setzen bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungen auf Zusammenarbeit. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichneten die Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf und Adrian Sonder im Freudenstädter Rathaus.

Nach Angaben der Städte soll die Kooperation dazu beitragen, Erfahrungen und Fachwissen zu bündeln. Beide Verwaltungen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Einführung digitaler Prozesse, der Modernisierung von Arbeitsabläufen und der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen.

Der Austausch zwischen beiden Städten läuft nach Angaben der Beteiligten bereits seit mehreren Monaten. Dabei ging es unter anderem um Erfahrungen im Zusammenhang mit der Landesgartenschau in Freudenstadt und Baiersbronn im Jahr 2025. Rottweil wird im Jahr 2028 Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg sein.

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der Digitalisierung der Verwaltung. Dabei geht es nicht nur um die Umstellung von Papierakten auf digitale Systeme. Vielmehr müssen Verwaltungsabläufe neu organisiert und technische Lösungen mit anderen Behörden sowie externen Dienstleistern abgestimmt werden.

Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf sieht in der Zusammenarbeit die Möglichkeit, Doppelarbeit zu vermeiden. Viele Fragestellungen, etwa beim Datenschutz, beim Datenaustausch oder bei der Auswahl von Softwarelösungen, beträfen zahlreiche Kommunen gleichermaßen. Wenn bereits erprobte Lösungen vorlägen, könnten andere Städte davon profitieren.

Auf operativer Ebene sollen die Digitalisierungsbeauftragten beider Städte den Austausch koordinieren. Themen sind unter anderem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung, die Einführung elektronischer Akten, Schulungskonzepte für Beschäftigte sowie organisatorische Veränderungen in den Rathäusern.

Kommunen stehen bundesweit unter Druck, Verwaltungsleistungen stärker zu digitalisieren. Grundlage dafür ist unter anderem das Onlinezugangsgesetz, das Bund, Länder und Kommunen verpflichtet, zahlreiche Verwaltungsleistungen auch digital anzubieten. Viele Städte und Gemeinden setzen dabei zunehmend auf Kooperationen, um Personal- und Kostenaufwand zu reduzieren.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne.Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.