Ein 38-jähriger Mann aus dem Raum Trossingen sitzt seit Dienstag in Untersuchungshaft. Er soll seine ehemalige Lebensgefährtin und deren Ehemann seit mehr als einem Jahr verfolgt, bedroht und verletzt haben. Den Haftbefehl erließ das Amtsgericht Rottweil, die Staatsanwaltschaft Rottweil hat zugleich Anklage erhoben.

Die Polizei nahm den Mann am Montag in Trossingen fest. Das teilen die Staatsanwaltschaft Rottweil und das Polizeipräsidium Konstanz gemeinsam mit. Am Dienstag wurde der Haftbefehl in Vollzug gesetzt.
Die Vorgeschichte reicht bis ins Jahr 2025 zurück. Bereits im September 2025 hatte das Amtsgericht Tuttlingen ein Annäherungsverbot gegen den 38-Jährigen verhängt. Er durfte sich der Frau damit nicht mehr nähern.
Daran hielt er sich nach Darstellung der Ermittler nicht. Seitdem werden ihm mehrere Dutzend Straftaten gegen die frühere Partnerin und ihren Ehemann vorgeworfen. Dazu zählen laut Staatsanwaltschaft Nachstellung in besonders schwerem Fall, Beleidigungen, Bedrohungen, Körperverletzungen sowie wiederholte Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz. Dieses Gesetz regelt unter anderem gerichtliche Kontakt- und Annäherungsverbote.
Weder Ordnungsgelder noch eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe haben den Mann nach Angaben der Behörden davon abgehalten, weiterzumachen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil ordnete der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Rottweil deshalb Untersuchungshaft an.
Wegen der im Haftbefehl genannten Taten hat die Staatsanwaltschaft den 38-Jährigen inzwischen angeklagt. Wann und vor welchem Gericht verhandelt wird, ist noch nicht bekannt. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.