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Konzert mit den Chören der Musikhochschule

Dvořák, Janáček & Boulanger am 23. Juni

Der Hochschulchor war zuletzt im Rahmen der „Langen Nacht der Trossinger Konzertsäle“ unter der Leitung von Prof. Michael Alber zu erleben. Foto: HfM Trossingen/bgt
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In verschiedenen Besetzungen von Kammerchor über Männer-/Frauenchor bis zum großen gemischten Chor feiern die Chöre der Trossinger Hochschule für Musik am Dienstag, 23. Juni, 19.30 Uhr im Konzertsaal der Bundesakademie Chormusik um 1900.

Trossingen – Unter der Leitung von Prof. Michael Alber begegnen sich in Werken von Dvořák, Janáček und Lili Boulanger slawische Klangtraditionen, impressionistische Farbigkeit und eine außergewöhnliche Ausdruckstiefe zu einem facettenreichen Panorama. Hsu-Chen Su ist einfühlsame Klavierpartnerin der Chöre, eröffnet aber auch mit den „Trois Morceaux pour Piano“ von Lili Boulanger weitere Perspektiven. Darüber hinaus sind in allen Chorwerken Boulangers ausgewählte Solisten und -innen der Gesangsklassen zu erleben. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Janáček im ersten Teil

Im Zentrum des ersten Programmteils stehen Werke von Leoš Janáček. In seiner klangsensiblen Bearbeitung von Antonín Dvořáks „Sechs Klänge aus Mähren“ verbinden sich volksliedhafte Ausdruckskraft mit kunstvoller Satztechnik, und auch in Janáčeks „Kačena divoká“ („Die Wildente“) verdichten sich Sprache und Musik zu einem atmosphärisch dichten Klanggemälde. Einen besonders persönlichen Akzent setzt die Kantate „Elegie auf den Tod der Tochter Olga“ mit Tenorsolo (Janco Ohlen), in der der Komponist den Verlust seiner Tochter in eine zutiefst berührende musikalische Sprache fasst.

Lili Boulanger

Die zweite Konzerthälfte ist dem Schaffen Lili Boulangers gewidmet. Die französische Komponistin, 1918 mit gerade mal 25 Jahren verstorben, war erste weibliche Preisträgerin des renommierten Prix de Rome und hat trotz ihres frühen Todes ein Werk von außergewöhnlicher Reife und künstlerischer Eigenständigkeit hinterlassen. „Les sirènes“ für Frauen- und „Pendant la tempête“ für Männerchor zählen zu den bedeutendsten Beispielen ihres Schaffens. Mit schwebenden Klangflächen, raffinierter Harmonik und sensibler Textausdeutung entfalten sie eine eindrucksvolle poetische Atmosphäre. In den groß angelegten Kompositionen „La source“, „Vieille prière bouddhique“, „Soir sur la plaine“ und „Hymne au soleil“ für gemischten Chor schuf Lili Boulanger monumentale Klangarchitekturen von spiritueller Tiefe und außergewöhnlicher Modernität.

Übrigens ergänzen in allen ausgewählten Werken der Komponistin Solistinnen der Gesangsklassen den Chorklang. Zudem ist die Pianistin Hsu-Chen Su noch mit „Trois Morceaux pour Piano“ von Lili Boulanger zu hören, drei Charakterstücken, in denen sich Boulangers Meisterschaft im Umgang mit Klangfarbe und Atmosphäre auf besonders feinsinnige Weise offenbart.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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