Die Wasserstände in Bächen und Flüssen des Landkreises Rottweil sind derzeit niedrig. Das Landratsamt appelliert deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, in niederschlagsarmen Phasen möglichst auf die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern zu verzichten oder diese auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken.
Kreis Rottweil – Trotz einzelner Niederschläge in den vergangenen Wochen haben sich die Wasserstände vieler Gewässer bislang nicht nachhaltig erholt. Hintergrund ist die anhaltend trockene Witterung: Seit November 2025 sind im Land deutlich weniger Niederschläge gefallen als im langjährigen Mittel. Gleichzeitig wurden Ende Mai außergewöhnlich hohe Wassertemperaturen gemessen.
Niedrige Wasserstände und hohe Temperaturen setzen Tiere und Pflanzen in den Gewässern unter Stress. Zusätzliche Wasserentnahmen können die Situation weiter verschärfen. Grundsätzlich darf Wasser aus Oberflächengewässern nur in geringen Mengen und ausschließlich mit Handgefäßen wie Eimern oder Gießkannen entnommen werden. Dies gilt auch für die Wasserentnahme in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau.
Das Landratsamt beobachtet die Entwicklung der Wasserstände weiterhin aufmerksam. Sollte sich die Situation durch anhaltende Trockenheit verschärfen, können weitergehende Einschränkungen bis hin zu einem Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern erforderlich werden.
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