„Kein Platz für Gewalt“ steht mit großen Lettern auf der roten Bank, die jetzt vor dem Deißlinger Bürgerbüro steht. Es ist die fünfte ihrer Art im Kreis Rottweil, vor einem Jahr wurde die erste davon vor dem Kapuziner aufgestellt, es folgten weitere in Neufra, Neukirch und Villingendorf.
Deißlingen – Ein klares Zeichen gegen Gewalt, das der Verein Frauen helfen Frauen/Auswege damit stellt. Dorothee Golm vom Verein zeigte die Problematik in klaren Zahlen auf: Allein im vergangenen Jahr beriet der Verein 425 Menschen, die von Gewalt betroffen waren – die meisten davon Frauen und Mädchen. Mit den roten Bänken will der Verein, der sich seit 1991 im Kreis Rottweil für von Gewalt Betroffene einsetzt – und anfangs auf enorme Widerstände stieß – zum einen auf die Probleme aufmerksam machen, aber auch direkt helfen: Wer nämlich den QR-Code auf der Bank scannt, landet direkt auf der Webseite von Frauen helfen Frauen/Auswege e.V.
„Gewalt ist nie eine Lösung für Konflikte“, betonte Bürgermeister Ralf Ulbrich. Hier im Bürgerbüro werde sie durchaus auch wahrgenommen, „auch wir sind eine erste Anlaufstelle für Betroffene.“ Er bedankte sich bei den Sponsoren: Bettina Schuler-Kargoll von Schuler Rohstoffe und Sabine Mechel, deren finanzielle Unterstützung die rote Bank ermöglicht hat.
Für Bettina Schuler-Kargoll eine Selbstverständlichkeit auch angesichts der Männerdomäne, in der sie tätig ist – mit den höchsten Frauenanteil deutschlandweit. Und die es deshalb gewohnt ist, genau hinzuschauen in Sachen Gewalt: „Oft trügt der Schein!“
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