Lauterbach – Die Galerie Wilhelm Kimmich in Lauterbach zeigt die Ausstellung „Durchscheinzeit“ der Künstlerin Miriam Huschenbeth, die laut Mitteilung des Landratsamts in Schramberg geboren wurde. Veranstalter ist der Kunstverein Wilhelm Kimmich in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rottweil. Die Vernissage ist am Freitag, 6. November, um 19.30 Uhr. Die Schau ist vom 7. November bis zum 28. Februar 2027 zu sehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen filigrane Scherenschnitte und eine eigens für die Schau entstandene Papierinstallation. Durch Ausschnitte, kleine Löcher und unterschiedliche Schichten entstehen Durchblicke und Lichtspiele. Die Arbeiten beschränken sich laut Mitteilung nicht auf die Fläche: Sie entfalten sich im Raum und verändern ihre Wirkung je nach Blickwinkel und Lichteinfall. Farbige Papiergebilde schweben dabei beinahe schwerelos im Raum.
Mit dem Titel „Durchscheinzeit“ verweist die Künstlerin nicht nur auf dieses Spiel des Lichts. Sie fragt auch, wie Vergangenes in unserer Wahrnehmung gegenwärtig bleibt. In ihren weiteren neuen Arbeiten beschäftigt sich Huschenbeth mit Spuren, Erinnerungen und Veränderung. Sie ritzt Wörter, Zeichnungen und Daten in Papier, bearbeitet die Oberflächen mit Pigmenten und Wasser, faltet und überarbeitet das Material. Bearbeitungsspuren und Vergangenes bleiben dabei sichtbar, verschwinden teilweise oder treten an anderer Stelle wieder hervor.
Eine besondere Verbindung hat die Künstlerin zum Namensgeber der Galerie: Seit ihrer Kindheit fühlt sie sich Wilhelm Kimmich verbunden. Im Haus ihrer Großmutter hingen Reproduktionen seiner Bilder. Besonders das „Backhäusle“ inspirierte sie schon früh zu einem eigenen Kunstwerk. In einigen ihrer neuen Malereien greift sie diese Erinnerungen auf und entwickelt aus Kimmichs Farbwelten eigene Bildmotive.
„Was ist Gegenwart? Erlebtes, Erinnertes und Geträumtes verweben sich in unserer Wahrnehmung immer wieder neu“, beschreibt Miriam Huschenbeth laut Mitteilung ihren künstlerischen Ansatz. Johannes Waldschütz, Kulturreferent des Landkreises Rottweil und Co-Kurator der Ausstellung, hebt die räumliche Wirkung hervor: „Miriam Huschenbeths Papierarbeiten entfalten im Zusammenspiel mit Licht und Schatten eine ganz eigene, beinahe schwebende Wirkung. Je nach Blickwinkel und Lichteinfall zeigen sich die Arbeiten immer wieder anders. So schafft die Künstlern poetische Bild- und Raumerlebnisse, die lange nachwirken.“
Huschenbeth studierte an den Akademien der Bildenden Künste in Karlsruhe und Stuttgart. Seit 2009 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin, seit 2013 unterrichtet sie am St. Ursula Gymnasium in Villingen.
Zur Vernissage sind alle Interessierten eingeladen. Es begrüßt Norbert Swoboda, Vorsitzender des Kunstvereins Wilhelm Kimmich. Carla Fuchs führt in die Ausstellung ein.
Die Galerie Wilhelm Kimmich befindet sich in der Hauptstraße 17 in Lauterbach. Geöffnet ist sie samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Führungen gibt es nach Vereinbarung. Weitere Informationen stehen unter www.kunstverein-wilhelm-kimmich.de und www.miriamhuschenbeth.de.