Nach den Sturm- und Gewitterlagen der vergangenen Wochen lässt der Betreiber des Bestattungswalds „Falkensteiner Ruh“ bei Schramberg sämtliche Bäume auf dem Gelände überprüfen. Wo Totholz oder instabile Äste vom Boden aus nicht sicher entfernt werden können, sollen Baumkletterer eingesetzt werden. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten nach Angaben des Betreibers bis zur nächsten Führung am 15. September.
Sonderkontrolle nach den Wetterereignissen
Die zurückliegenden Wochen brachten in der Region eine Reihe kräftiger Wetterlagen – Starkregen, Sturmböen und Gewitter. Solche Ereignisse können den Zustand von Bäumen beeinträchtigen: Äste reißen an, Kronen lockern sich, Schäden sind von unten nicht immer erkennbar.
Für Wälder, in denen sich regelmäßig Menschen aufhalten, gilt eine Verkehrssicherungspflicht. Bestattungswälder gehören dazu: Angehörige besuchen Grabbäume, hinzu kommen Führungen für Interessierte.
Vor diesem Hintergrund intensiviere man die turnusmäßigen Kontrollen des gesamten Waldbestands, teilt der Betreiber mit. Sämtliche Bäume im Bestattungswald würden zeitnah in Augenschein genommen und gezielt auf Totholz, abgestorbene oder instabile Äste sowie weitere Gefahrenquellen geprüft.
Baumkletterer für die Kronenbereiche
Werden dabei Risiken festgestellt, die vom Boden aus nicht sicher zu beseitigen sind, sollen nach Angaben des Betreibers zusätzlich erfahrene Baumkletterer beauftragt werden, um die betroffenen Bereiche zu sichern. Bis zur nächsten Führung am 15. September sollen die Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen sein.
Kontrolle alle sechs Monate
Die Überprüfung ist nach Darstellung des Betreibers Teil eines bestehenden Sicherheitskonzepts. Der gesamte Baumbestand werde grundsätzlich alle sechs Monate systematisch kontrolliert. Nach größeren Wetterereignissen komme jeweils eine außerplanmäßige Sonderkontrolle hinzu.
Hinweis für Waldbesucher
Unabhängig von den regelmäßigen Kontrollen weist der Betreiber darauf hin, dass bei angekündigten oder akuten Unwetterlagen grundsätzlich davon abgeraten wird, sich im Wald aufzuhalten. Diese Empfehlung gelte für sämtliche Waldgebiete gleichermaßen und sei keine Besonderheit von Bestattungswäldern.
Forstbehörden raten bei Sturmwarnungen generell davon ab, Wälder zu betreten. Die Gefahr durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume besteht dabei nicht nur während des Sturms, sondern kann noch längere Zeit danach anhalten.
Was ein Bestattungswald ist
In einem Bestattungswald werden biologisch abbaubare Urnen im Wurzelbereich von Bäumen beigesetzt. Grabschmuck und Grabpflege entfallen weitgehend, der Wald bleibt in seinem natürlichen Zustand. Genau daraus ergibt sich die besondere Bedeutung der Baumkontrolle: Anders als auf einem klassischen Friedhof stehen hier gewachsene Waldbäume, deren Zustand sich mit jedem Unwetter verändern kann.

