Rottweil – Zu einem gemeldeten Wohnungsbrand ist die Feuerwehr Rottweil am Dienstagabend gegen 18.30 Uhr ins Wohngebiet Hegneberg im Norden der Stadt ausgerückt. Weil zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Menschen betroffen sind, erfolgte die Alarmierung unter dem Stichwort „B3-Y“ – wobei das Y für „Personen in Gefahr“ steht. Auch der Rettungsdienst rückte mit einem größeren Aufgebot an.
Wie Feuerwehrsprecher André Wendel an der Einsatzstelle berichtete, hatten besorgte Nachbarn die Feuerwehr gerufen. Sie hätten zudem sofort versucht, die betroffene Person aus dem Gebäude zu holen. Wendel hob dieses Verhalten ausdrücklich als lobenswert hervor.
Ein erster Angriffstrupp brachte eine verkohlte Pfanne mit nicht näher bestimmbarem Inhalt sowie ein Blech mit Pilzen aus der Wohnung. Eine Person wurde dem Rettungsdienst übergeben. Nach aktuellem Stand musste sie nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort. Auch eine Polizeistreife kam zur Einsatzstelle. Die Leitung des Feuerwehreinsatzes hatte Rottweils Stadtbrandmeister Frank Müller. Kreisbrandmeister Philipp Glunz machte sich ebenfalls kurz ein Bild von der Lage.
Bereits nach wenigen Minuten konnten erste Einsatzkräfte wieder abrücken. Die Drehleiter blieb in Bereitschaft und musste nicht aufgestellt werden. Auch weitere Löschfahrzeuge mussten nicht mehr bis zur Einsatzstelle vorrücken.
Probleme bei der Ausfahrt aus der Rettungswache
Für Schwierigkeiten sorgte unterdessen die derzeitige Verkehrssituation an der Rottweiler DRK-Rettungswache. Deren Anfahrt sei aktuell, so hieß es vom Rettungsdienst wörtlich, „eine Katastrophe“. Wegen der Baustelle an der Schramberger Straße führt die Umleitung über die Bergstraße unmittelbar an der Rettungswache vorbei. Auch Busse müssen dort hindurch.
Autofahrer und weitere Verkehrsteilnehmer hätten zwar versucht, die Zu- und Abfahrt der Wache freizuhalten und die Einsatzfahrzeuge passieren zu lassen. Stehe jedoch nur ein Fahrzeug ungünstig, komme es dort regelmäßig zu Problemen bei Einsatzfahrten.







